„Glückliche Gegenwarten!“

Nachkriegsordnungen

8. Nachkriegsordnungen

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Ein anderer Friedensnobelpreisträger offenbart da das ganze Dilemma zumal auch der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts: der 5-Sterne-General der US-Army und Staatsmann George C. Marshall erhielt den Preis 1953 für den nach ihm benannten Plan zum Wiederaufbau für die notleidenden Völker Westeuropas nach dem 2. Weltkrieg.

Einerseits folgte der Plan der geostrategischen Notwendigkeit, Westeuropa, insbesondere das zerstörte Westdeutschland als „Frontstaat für den Kalten Krieg“ zu gewinnen und wieder aufzubauen. Andererseits zog Marshall sich 1951 für immer aus der Politik zurück, „nachdem er von Senator Joseph McCarthy (der in der nach ihm benannten McCarthy-Ära vielerorts Kommunisten am Werk wähnte) als Verräter und „Helfer der Kommunisten auf ihrem Weg zur Weltherrschaft“ verdächtigt und beschimpft worden war“.34

McCarthy, der ja ein Paranoiker sondergleichen – oder auch ein „früher Neocon“ war und so die Ehre des klugen und stolzen Generals zutiefst kränkte.

1919 war es der Versailler Friedensvertrag, der nach Ende des 1. Weltkriegs eine „neue Ordnung“ etablieren sollte. Für Frankreich, die „Grande Nation“ ist jener Krieg zwischen 1914 und 1918 auch immer noch „La Grand Guerre“ – „der große Krieg“. Vielleicht, weil es die Revanche war für den verlorenen Krieg 1871 gegen den Erzrivalen in Europa, gegen Deutschland und seinen führenden Vertreter Preußen?

Die Reparationen, die das geschlagene Frankreich jedenfalls zwischen 1871 und 1914 zu zahlen hatte, waren durchaus ursächlich für den Boom der „Gründerzeit“ östlich des Rheins damals und eine tiefe Rezession westlich des wichtigsten Stroms in Mitteleuropa.

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„Der englische Ökonom John Maynard Keynes war der Erste, der in seiner 1920 erschienenen und jetzt (2006) wieder aufgelegten Schrift „Krieg und Frieden“ die ‚Katastrophe nach der Katastrophe’ (Dorothea Hauser) kommen sah.“ 36

Wenn Keynes von der „Arroganz der Sieger“ sprach, dann meinte er primär den französischen Premierminister Clemenceau, weniger aber dessen britischen Gegenpart Lloyd George. Er sprach gar von einem „Karthago-Frieden“.

„Diese Qualifizierung gebührt im 20. Jahrhundert eher dem im März 1918 von der deutschen Heeresleitung der russischen Delegation unter Lew Trotzkij diktierten Friedensvertrag von Brest-Litowsk, der dem revolutionären Russland ungleich härtere Verluste zufügte als der Friede von Versailles ein Jahr später dem Deutschen Reich.“ 36

Gerade in den enormen, den fünf in Versailles abwesenden Kriegsverlierern Deutschland, Österreich, Ungarn, Bulgarien und der Türkei aufoktroyierten Reparationszahlungen indes sah Keynes „vor allem eine verpasste Chance, ‚die Schwelle eines neuen Zeitalters’ jenseits von nationalistischer Verhetzung, Militarismus und Imperialismus zu überschreiten. Ihm ging es in den Pariser Verhandlungen – er gehörte der britischen Delegation an – darum, nach dem verheerenden Krieg ‚die Grundlagen des Lebens’ in einem prophetisch als Einheit verstandenen Europa wiederherzustellen.“36

Die Weltwirtschaftskrise 1929, die zunehmende Radikalisierung dann in Europa, insbesondere der Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland können also durchaus gemeinsam betrachtet werden mit diesem „verpassten Ausgleich“ nach dem ersten Weltkrieg. Keynes mahnte aber vergeblich.

Wie die Geschichte uns schmerzhaft belehrte.

Insofern ist eine Bewertung der jetzigen Situation unter manchen Gesichtspunkten alles andere als leicht. Zumal sich an vielen Orten eben auch globale und lokale Faktoren und ihre Verwerfungen überlagern.

Dennoch sind zumindest schemenhaft ganz wichtige „Eckpfeiler für Nachkriegsordnungen“ erkennbar:

  • Global wirtschaftlich kann man davon ausgehen, dass wir spätestens seit 2001 in einer stetigen Deflationskrise gefangen sind.
  • Steuerungsmechanismen versagen dabei ständig oder werden im Krieg „Reich gegen Arm“ stetig instrumentalisiert.
  • Der „Störfall“ der Weltwirtschaftskrise 2008 bildet da keine Ausnahme.
  • „Austerität“ ist dabei gleichfalls ein „Marktregulativ“, das stetig im Sinne von „Reich gegen Arm“ instrumentalisiert wird. Insbesondere im Westen.
  • Dadurch bedingt müssen die Zivilbevölkerungen global die wirtschaftlichen Folgen der Deflation, also der ökonomischen Entwicklung an der Schwelle zu Inflation und Rezession stetig tragen.
  • In Anbetracht der Tatsache, dass die Deflation ökonomiegeschichtlich die Phase mit der größten in Kriegsgefahr mündenden Unsicherheit ist, müssen auch die Zivilbevölkerungen vielerorts diese Kriegsgefahr bis hin zum wirklichen heißen Krieg an ihrem jeweiligen Ort ertragen.
  • Am Kriegsort Syrien / Naher Osten sind schon zwei unmittelbar beteiligte Frontstaaten von weitergehenden Folgen betroffen: die Türkei und der Iran leiden zunehmend an (Hyper-)Inflation und damit zumal für die ärmeren Schichten der Zivilbevölkerung bedrohlicher werdenden Risiken. Bis hin zum „Staatsbankrott“. Aber auch Aufstände bis hin zum Bürgerkrieg sind möglich.
  • Nur „wahnsinnige Paranoiker“ – Neocons im Sinne von Marshalls Widersacher McCarthy und „arrogante Sieger“ in Keynes’ Sinne werden da weiter Benzin ins Feuer schütten.
  • Derzeit beherrschen aber viele dieser Stimmen immer noch das Gewirr der Meldungen, das Frontverläufe und andere Propagandaschlachten auskämpft.
  • Die Zeit für wirklich faire Nachkriegsverhandlungen ist noch nicht reif.
  • Sie sollte aber bald kommen.

Ganz wichtig wird auch das Thema der „Bemühungen um Ausgleich und Verständigung“ – und um „Integration von Kriegsgeschädigten“ sein.

Wer oder was sind aber „Kriegsgeschädigte“ in einer solch unübersichtlichen Gemengelage? „Flüchtlinge“. Natürlich. Aber nicht nur.

Und auch der Begriff „Flüchtling“ ist ja Stein des Anstoßes. Nicht aber Konsens-behaftet, um einvernehmliche Lösungen auf den Weg zu bringen.

(siehe dazu auch Teil 6 hier)

Beim Übergang vom „Neoliberalismus“ zum „Neo-Feudalismus“ sind die Kriegsschauplätze häufig „Vorreiter dieser Bewegung“ und „Sammelbecken vieler Gescheiterter“ von überall her.

In einem detaillierten Bericht vom Mai 2015 schildert Charles Lister, „eine Art amerikanischer Sprecher der Jihadistengruppe  Ahrar-al-Sham und Teil des in Washington DC basierten US-Thinktanks Brookings unter dem Titel

„Warum Assad verliert“ die bevorstehende Einnahme Idlibs.37

„Es handelt sich um einen der direktesten „offiziellen“ Berichte, die ich kenne, die direkte amerikanische Unterstützung für al-Qaida in Syrien betreffend.

Kein Wunder, dass die US sich nun mit Händen und Füßen gegen die Wiedereroberung der Provinz durch die syrische Armee wehrt.“

So kommentiert Islamwissenschaftler und Autor Albrecht Metzger diesen Artikel.38

“Daneben kenne ich viele Syrer, die mit Angst und großem Unbehagen das Wiedererstarken der Baath-Regierung durch den Gewinn des Krieges betrachten.

Es ist sehr schwierig, diese komplizierten und tragischen Zusammenhänge zu schlichten und die Konflikte beizulegen.

Wie auch immer: ich werde nicht die Fortsetzung dieses Krieges unterstützen, wie es Ziel der US und einiger ihrer Verbündeter ist.“38 – fährt Albrecht Metzger weiter fort.

Lister, der triumphierend in seinem Artikel die strategisch klugen Gewinne der „Rebellen“ in Idlib 2015 kommentiert, sagt auch:

„Gute Planung alleine sicherte nicht diese Gewinne: die Operationen bezeugten auch eine weitaus verbesserte Koordination zwischen rivalisierenden Gruppen, von US-unterstützten Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) zu moderat konservativen syrischen Islamisten, zu al-Qaida Verbündeten Jabhat-al-Nusra und anderen unabhängigen Jihadistengruppen.“ 37

Lister spricht von der Planung der Einnahme Idlibs 2015 in der US-geführten Kommandozentrale im Süden der Türkei und der generell von den Verbündeten erleichterten Zusammenarbeit mit Jihadistengruppen und somit erleichterten Waffenlieferungen als wesentlich „Kriegsentscheidende Faktoren“ damals.

Gab es 2015 mediale Aufschreie wegen der Gefahr für Zivilisten durch die Einnahme Idlibs durch die US und ihre islamistischen Verbündeten? Bis hin zu al-Qaida?

Eine lang anhaltende Dürre in Syrien vor 2011, die vielen Subsistenzwirtschaftlern: Kleinbauern, Fischern und Händlern die Lebensgrundlagen zur Ernährung der Familie raubten, steigende Brotpreise damals: es gibt viele existenzielle Gründe für die Aufstände seinerzeit, die sofort instrumentalisiert wurden.

Wenn der Griff zur Waffe gewährleistet, dass Du selbst und die Familie nicht verhungert, dann werden auch hierzulande mehr zur Waffe greifen.

Zumal, wenn Waffen bald leichter zu erhalten sind als Brot.

Diktaturen und (Söldner-)Armeen weisen insofern eine entscheidende Gemeinsamkeit auf: einige wenige kluge und gerissene „Strippenzieher und Machthalter“ im Hintergrund nutzen da Not und Unbildung vieler auf die Böden der Tatsachen gedrückter Menschen für ihre Ziele.

„Syrien: Wohin mit 60.000 Kämpfern für einen islamistischen Staat?“ 39

fragt Thomas Pany denn auch zu Recht. „Kämpfer“, „Terroristen“, „Rebellen“?

Das ganze Dilemma des „Kriegs gegen den Terror“ entlarvt sich hier. Und die völlige Ausweglosigkeit des Krieges per se. Des Krieges, der mit zunehmender Dauer mehr Verrohung der Menschen bringt, mehr Opfer fordert. Der mehr der aktiven Teilnehmer, der neutral als „Kämpfer“ bezeichneten zu „Terroristen“ macht.

Die nur noch schwer in eine „friedliche Entwicklung“

in einer ebensolchen Gesellschaft „integrierbar“ sind.

„Chancen“ und „Herausforderungen“ sind im Frieden jedoch würdevoll umso schwerer zu erreichen. Und aufzubauen. Dennoch: wer sie versäumt, der versäumt auch den Frieden. Er oder sie kommt um manchen schweren Schritt nicht herum.

 

9. Deutschland: „falscher Frieden“, „wahrer Krieg“ oder –
wie steht’s um „die Würde des Menschen“?

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Zum Abschluss also einmal mehr Willy Brandt hier.

Aber damals war die Welt eben noch klar. Die „Frontverläufe“ im kalten Krieg waren schwarz-weiß. Die Zusatzbestimmungen des 2+4 Vertrages und vieles mehr zeigen denn auch, wem oder was die Souveränität eines wiedervereinigten Deutschlands geschuldet ist. Dennoch: auch Brandt handelte seinerzeit in Warschau nicht „dem Protokoll gemäß“. Und: was schreibt das Protokoll uns noch vor, wenn es offenkundig ist, dass „Wir“ nicht „das Richtige“, also eigentlich „Rechtsstaatlich Verankerte“ – oder „dem Völkerrecht Entsprechende“ getan haben, um einen Krieg zu beenden?

Alleine diese Fragen zeigen, wie dünn das Eis ist, auf dem wir uns bewegen. Wie grau die „rechtliche Zone“ ist. Wie fatal denn auch die „unbedingte Bündnistreue“ zu Partnern ist, die nicht mehr berechenbar und verlässlich handeln. Und die in erster Linie uns damit mehr und mehr in Gefahr bringen. Uns und unsere Nachbarn.

Vom Leid anderer Völker auf und an den Schlachtfeldern des 3. Weltkriegs gar nicht zu reden.

Natürlich: die Schlüsselrolle Deutschlands und Ramsteins beim Drohnenkrieg.41

Gleichzeitig ein Hinweis auf die perfide verdeckten Qualitäten der Kriegsführung in diesen Tagen. Als im Sommer 2009 das Swat-Tal in Pakistan von Taliban besetzt war, flogen über meinen Arbeitsplatz in der Altstadt von Kabul viele „seltsame Tiefflieger“ gen Osten. Vom US-Stützpunkt Bagram kamen diese Fluggeräte nicht. Drohnen und der „Drohnenkrieg“ waren noch kein öffentlich debattiertes Thema. Wie viel „Kollateralschaden“ diese Tötungsmaschinen verursacht haben, das ist mir nicht bekannt. Es ist keinem wirklich bekannt. Auch wie viel „Terror“ der solchermaßen geführte „Krieg gegen den Terror“ verursacht hat: das weiß keiner.

(siehe dazu auch nochmals Teil 6 hier)

Ein erklärter Frieden nach dem Krieg ist eine viel größere Herausforderung als das ewige Weitermachen. Aber die Würde des Menschen beginnt damit.

„Diese „Würde“ eines Menschen ist der äußere Ausdruck seiner Selbstachtung, also jener Haltung, „die Menschen ihrem eigenen Menschsein gegenüber einnehmen, und die Würde ist die Summe aller Verhaltensweisen, die bezeugen, dass ein Mensch sich selbst tatsächlich achtet.“ 42

Die Würde des Menschen beginnt mit der Abkehr von Lügen und verdeckten Operationen, die anderen Menschen und ganzen Völkern diese Achtung nehmen. Lügen und verdeckte Taten, die auch töten, um eigene Machtzirkel zu sichern.

Die Würde des Menschen ist die Basis allen Handelns und Nicht-Handelns.
Um Frieden zu erreichen bedarf es des klugen und gezielten Handelns. Jetzt.

Dafür sind vielerlei Maßnahmen erforderlich. Maßnahmen, die hier und jetzt eingeleitet und zur Umsetzung geführt werden müssen: Sei es die Gründung von „Schulen für internationale und interkulturelle Entwicklungs-Zusammenarbeit“, in denen die Menschen hier das Rüstzeug – die Ausbildung erhalten sollten, die ihnen die Möglichkeit gibt, frei zu entscheiden, ob sie hier bleiben wollen oder – ob sie in ihre Heimat zurückkehren und je nach dem auch mit uns ihr Land wieder aufbauen wollen.43

  • ein umfangreiches und damit einhergehend zwischen allen Beteiligten koordiniertes Aufbauprogramm für die kriegszerstörten Länder Syrien und Afghanistan, Jemen und Irak unter europäischer Vermittlung zwischen Russland und den US unter Beteiligung der lokalen Mächte Iran und Türkei.
  • Ein daran orientiertes Programm zur Erhöhung der Widerstandskräfte der Menschen im Globalen Süden im Rahmen von „Anpassungsvorgängen an drastische Klimaveränderungen“, die in den letzten Dekaden die Menschen und ihre Lebensorte geschädigt haben.
  • Ein „Europäisches Programm für Sanierung und Ausbau von Infrastrukturen“, das auch bei uns die Lebensorte der Menschen den Anforderungen des 21. Jahrhunderts beispielhaft anpasst. Und somit Entwicklungspotentiale auch für andere Orte darlegt.

Um Frieden zu erreichen bedarf es des klugen und gezielten Handelns. Jetzt.

Ausbremsen und Aussitzen kann und darf man dies nicht. Wer das macht, gefährdet Europa und seine Menschen genauso wie die Menschen an den Kriegsschauplätzen. Wer das macht, züchtet wider besseren Wissens und Gewissens mehr Unrecht und mehr Terrorismus und gefährdet somit seine Schutzbefohlenen: die Zivilbevölkerung. Unbescholtene Bürger. Hier wie dort.

Insofern sollte erwogen werden, gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Amtsenthebungsverfahren wegen fortlaufender Unterstützung von Angriffskriegen einzuleiten. Schon 2003, zu Beginn des Irak-Krieges „verteidigte Merkel den amerikanisch-britischen Angriff ausdrücklich als unumgängliche Schadens-begrenzung.“44 Auch die Aussage einer Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes jetzt, dass der Attentäter vom Breitscheidplatz von ihrer Behörde überwacht wurde, lässt nicht nur auf den im Kreuzfeuer stehenden Chef dieser Behörde, H.G. Maaßen ein ungünstiges Licht fallen.45 Inzwischen ist Maaßen ja in postdemokratischer Manier, in der alle Themen bis zum Erbrechen wiedergekäut und dann dem Plebs die faulen Kompromisse vor den Weidenzaun in die Tränke geschüttet werden zuerst zum Staatssekretär in Seehofers Innenministerium wegbefördert und dann nach vielen Protesten von Seiten des Stimmviehs zum „Sonderberater im Innenministerium“ gekürt worden. „The torture never stops“, wie Frank Zappa Ende der 1960er sang. Die ganze abgestandene Brühe in der Tränke wird noch mehr „Stimmvieh“ ihr „Heil in der AFD suchen” lassen.

Seehofer und Maaßen sind Variablen. Verantwortlich ist die Kanzlerin. Für viele Gesetzesverstöße. Eine solche, ihre Politik steht bereits weit ab vom Grundgesetz und allem, wozu der Amtseid eines Bundeskanzlers oder einer Kanzlerin diesen oder diese verpflichtet. Alleine das Gedenken an solche ehrenhaften Staatsmänner wie Willy Brandt – Männer, die sich aber auch als Teil einer Gesellschaft von Menschen aller sozialen und ethnischen Herkunft gesehen haben, sollte Demokraten in einem in Europa verwurzelten Deutschland dazu veranlassen, eine Verfassungsklage gegen eine Regierungschefin einzuleiten, die Vasallentreue zu unberechenbaren Partnern über den Schutz der eigenen Bevölkerung stellt.

Und das nicht erst seit gestern.

Auch wenn diese Initiative, dieser Apell wie so vieles ausgebremst und zerstört oder irgendwie mundtot gemacht und verwässert wird, der Verfasser hier gleich mit: Irgendwie muss es doch Mittel und Wege geben, den Himmelschreienden Grausamkeiten und Dummheiten des 3. Weltkrieges ein Ende zu bereiten. Oder?

 

Anmerkungen und Bildquellen:

  1. Ein Video und Bildquelle zu Willy Brandts Kniefall in Warschau,vor dem Mahnmal am Warschauer Ghetto:
    https://www.youtube.com/watch?v=hguYEbpwVZU
  2. Hier das Video der Gedenkzeremonie und zu Barack Obamas Rede in Hiroshima: https://www.youtube.com/watch?v=gpanCic7OTU
  3. Bildquelle: Video der Umarmung Obamas eines Überlebenden des Atombombenabwurfes durch die US-Air Force am 6. August 1945:
    https://www.youtube.com/watch?v=4Ey89C05FOw
  4. https://www.youtube.com/watch?v=vJE8aRZA1m4
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%AA_%C4%90%E1%BB%A9c_Th%E1%BB%8D
  6. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Friedensnobelpreistr%C3%A4ger#2001%E2%80%932010
  7. https://medium.com/@rebeccaposselt/the-forgotten-war-in-yemen-interview-with-yemeni-abdulhak-raja-7e28df2cf649 und ein Bericht von Middle East Eye, einem Korrespondentenportal, dessen Rechtsstandort mit England und Wales angegeben ist über die Verknüpfungen zwischen „dem Westen“ und al-Qaida, insbesondere da auch im Kampf gegen alles, was sich da gegen die Invasion der Saudis wehrt im Jemen: https://www.middleeasteye.net/columns/are-us-and-uk-empowering-al-qaeda-yemen-1513529836
    (Danke einmal mehr, Manfred Hulverscheidt)
  8. Elke Dangeleit wagt auf „Heise telepolis“ schon am 20. August 2018 einen umfassenderen Ausblick auf die bevorstehenden Ereignisse in und um die letzte Enklave von ISIS und anderen Widerstandsgruppen in Syrien:
    https://www.heise.de/tp/features/Idlib-Naechster-Krisenherd-4141556.html?seite=all
  9. https://www.csis.org/analysis/losing-winning-americas-wars-afghanistan-iraq-and-syria
  10. https://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Sergejewitsch_Gorbatschow#/media/File:Michail-Gorbatschow.jpg
  11. https://www.thefamouspeople.com/profiles/images/ahmad-shah-massoud-1.jpg
  12. https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Schah_Massoud
  13. https://heikegroos.wordpress.com/
  14. https://www.zeit.de/2009/45/Willemsen-Groos-45
  15. https://www.youtube.com/watch?v=16BtpSCufU0
  16. https://www.youtube.com/watch?v=ANNhzJlHJFc
  17. https://www.youtube.com/watch?v=edicDsSwYpk
  18. https://www.ae911truth.org/news/478-from-widgery-to-washington-a-bloody-sunday-family-member-s-perspective-on-9-11 und https://www.ae911truth.org/
  19. https://www.zeit.de/2009/21/D-Souveraenitaet/komplettansicht
  20. https://www.heise.de/tp/features/Two-Riders-were-approaching-Der-Anfang-vom-Ende-der-deutschen-Medien-4158735.html?seite=all
  21. https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-09/syrien-krieg-konferenz-teheran-idlib-russland-baschar-al-assad
  22. „Der 100. Affe – Das Plädoyer gegen den Atomwahn“, Ken Keyes jr., © 1983 Felicitas Hübner Verlag, Waldeck-Dehringhausen.
  23. https://de.wikipedia.org/wiki/Pugwash_Conferences_on_Science_and_World_Affairs
  24. Edward Teller ist als „Erfinder der Wasserstoffbombe“ auch eine Kernfigur in Heinar Kipphardts szenischer Aufarbeitung der Prozesse in der McCarthy Ära in den 1950er Jahren gegen führende Vertreter der Entwicklung von Atom- und Wasserstoffbombe und deren „kommunistische Umtriebe“: „In der Sache J.Robert Oppenheimer“. In erster Linie jedoch geht es dabei um den Konflikt zwischen (angewandter und letztlich in der Zerstörung von Hiroshima und Nagasaki endender Natur-) Wissenschaft und Ethik:
    https://www.deutschlandfunk.de/heiner-kipphardts-in-der-sache-j-robert-oppenheimer-wird-in.871.de.html?dram:article_id=124933
  25. https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_D%C3%BCrr
  26. Das Video mit Putin hier: https://www.youtube.com/watch?v=rI_bODlawNw
    und das Einstein zugeschriebene Zitat z.B. hier:
    http://topweisheitensprucheundzitate.blogspot.com/2016/11/zitat-albert-einstein-3-weltkrieg.html
  27. https://www.heise.de/tp/features/Das-Gesetz-des-Staerkeren-4162021.html
  28. https://www.businessinsider.com/israel-grants-golan-heights-oil-license-2013-2?IR=T
  29. https://medium.com/insurge-intelligence/western-firms-plan-to-cash-in-on-syria-s-oil-and-gas-frontier-6c5fa4a72a92
  30. Zum Umgang denn auch des Establishments mit „Peak Oil“: The Quest: Energy, Security, and the Remaking of the Modern World. Penguin Press, 2011; https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Yergin
  31. https://www.zeit.de/2018/38/syrien-giftgas-deutschland-beteiligung-luftschlaege-baschar-al-assad
  32. Ein Hinweis auf Dirk C. Flecks Interviews mit Spitzenjournalisten aus dem Jahre 2011 mit dem Titel „Die Vierte Macht“ kann und darf hier einfach nicht vergessen werden. Ein großartiges und wegweisendes Werk. Wie so vieles, was Dirk geschrieben und geleistet hat: https://www.dirk-c-fleck.de/de/die-vierte-macht
  33. https://www.zeit.de/2018/38/asylpolitik-abschiebung-fluechtlinge-afghanistan-horst-seehofer/komplettansicht Kurz nach meiner Kommentierung wurde der Artikel von Zeit-Online auf den „Bezahlmodus“ Z+ umgestellt.
  34. https://de.wikipedia.org/wiki/George_C._Marshall
  35. https://de.wikipedia.org/wiki/John_Maynard_Keynes
  36. https://www.zeit.de/2006/35/P-Keynes
  37. https://www.brookings.edu/opinions/why-assad-is-losing/
  38. https://www.facebook.com/albrecht.metzger.1/posts/10156452734446136?__tn__=-R
  39. https://www.heise.de/tp/features/Syrien-Wohin-mit-60-000-Kaempfern-fuer-einen-islamistischen-Staat-4165083.html
  40. Bundesarchiv, B 145 Bild-F057884-009 / Engelbert Reineke / CC-BY-SA3.0, gefunden bei Claudio Sozzani, Grazie!
  41. https://www.ramstein-kampagne.eu/
  42. http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/41277/dass-auschwitz-sich-nie-wiederhole-?p=all Danke hier einmal mehr an Albrecht Metzger.
  43. http://www.anyupae.com/deutsch/s-i-n-i-c-c-o-l-schulen-f%C3%BCr-entwicklungs-zusammenarbeit/
  44. http://www.faz.net/aktuell/politik/cdu-csu-merkel-verteidigt-irak-krieg-189806.html
  45. https://www.morgenpost.de/berlin/article215322241/Verfassungsschutz-Mitarbeiterin-Anis-Amri-wurde-ueberwacht.html
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Ein Gedanke zu „„Glückliche Gegenwarten!“

  1. Stefan Frischauf

    Nafeez Mosaddeq Ahmed zeigt hier exemplarisch im Dialog mit anderen progressiven und unabhängigen Experten und Kennern der Region anhand von geleakten Quellen von US-Militär-Dokumenten verschiedener hochrangiger Dienste aus den Jahren 2011-2016, dass:
    a) eine “Demokratisierung” Syriens nie wirkliche Option der US-Politik seit 2011 war,
    b) dass auch “Regime Change” nie wirklich eine Option war und man stattdessen “nur” oder “höchstens” eine Schwächung des Assad-Regimes durch “infiltrierende Unterstützung von oppositionellen Gruppen” – Jihadisten selbstverständlich inklusive erreichen wollte oder konnte,
    c) dass letztlich es alleine um eine Schwächung des schiitischen / iranischen Einflusses in der Region ging,
    d) dass man im Prinzip jetzt die Türkei als regionalen Partner dort alleine mit dem Chaos lässt.

    Dies zeigt indes, wie krank alles, was hier derzeit auch medial bei uns kolportiert und politisch debattiert wird ist:
    1. Iran und Türkei als regionale Kontrahenten in diesem Chaos stehen beide mit dem Rücken zur Wand. Sozusagen:
    kurz vor dem Staatsbankrott.
    2. Andere regionale “Luntenleger” – darunter Saudi-Arabien auf der einen und Israel auf der anderen Seite versuchen weiter aktiv diese Schwächen zu nutzen und weiter zu zündeln.
    3. “Demokratisierung” haben auch diese “lokalen Mächte” als Letztes auf der Agenda.

    Es handelt sich auch bei der zuletzt fortschreitenden Destabilisierung zwischen einem in Folge des Überfalls durch die “Koalition der Willigen” 2003 schwachen Irak gegen den ohnehin angeschlagenen Iran um “Infiltrationsmaßnahmen” verschiedener Seiten, die alles, nur nicht “nachhaltige Befriedung”, geschweige denn “demokratische Strukturen für prosperierende Völkerschaften” auf der Agenda haben.

    Man könnte jetzt also zynisch fragen, ob es sich bei der “Eskalation des syrischen Bürgerkrieges” um eine Art “Betriebsunfall der Geschichte” handelt. Darauf könnte man klug antworten, dass jeder Krieg so eine Dummheit darstellt.
    Weiterhin könnte man klug fordern, dass dieser Schwachsinn endlich aufhört. Von “Gemeinschaften”, die sich auf Werte von Aufklärung etc. berufen, sollte man dies erwarten dürfen.
    Als in einem sich demokratisch wähnenden Staat lebender Mensch, in dem die “Würde des Menschen” wichtigster Grundsatz einer Verfassung ist, sollte man eine Beendigung dieser würdelosen Scheindebatten in seinem Teil der “Wertegemeinschaft” fordern. Jetzt.
    Und ernsthafte Bemühungen, eine Nachkriegsordnung mit Partnern dort in der Region aufzubauen.
    https://mondediplo.com/outside-in/syria-democracy-documents

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