Archiv der Kategorie: Volkswirtschaft

Eurokrise (3) – Deutschland ist nicht der Zahlmeister Europas

Wenn die Wirklichkeit in Schlagzeilen abgebildet würde, dann ist Deutschland wirklich der Zahlmeister Europas. Die FAZ macht ihren Beitrag vom 27.11.2013 auf mit dem Titel: „Deutschland bleibt größter Zahlmeister der EU.“

Und wenn ich bei Google nur „zahl“ eingebe, dann erscheint „zahlmeister deutschland“. Somit scheint also die Schlagzeile verifiziert, die digitale Welt unterstellt, ohne dass ich noch weiter fragen und suchen müsste: Deutschland ist der Zahlmeister. Aber die Antwort, die Google gibt, ist frappierend, denn als erstes wird mir ein Artikel aus der Zeit angeboten mit dem Titel „Deutschland ist der Zahlmeister der EU – Die Zeit“, obwohl der Artikel – ein verkürzter Nachdruck des u.a. Teil 3 im IMK-Buch  – genau das Gegenteil sagt. Weiterlesen

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Der antidemokratische Furor des Neoliberalismus

von Robert Misik

Grafik: Attac Deutschland

Über eines kann man heute von links bis rechts schnell Einigkeit herstellen: In einer globalisierten Welt braucht es transnationale Regulierung, weil der Nationalstaat viel zu eng geworden ist. Der Unterschied besteht nur in der Frage, was und aus welchen Gründen reguliert werden soll: Rechte und Wirtschaftsliberale wollen Handelshemmnisse und Fesseln für die Wirtschaft abbauen, die Linken wollen mehr supranationale Quasi-Staatlichkeit, etwa zur Steuerharmonisierung. Auch die von Thomas Piketty vorgeschlagene globale Steuer auf Vermögen braucht zumindest ein hohes Maß internationaler Koordination. Weiterlesen

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Eurokrise (2) – Warum Sparen falsch ist

Die Geschichte von der Schwäbischen Hausfrau ist mittlerweile ein Klassiker. Aber wer mal versucht hat, im Freundes- oder Verwandtenkreis zu erklären, warum diese Geschichte auch für Griechenland oder Frankreich gilt, oder wer versucht, den Unterschied zwischen Angebots- und Nachfragepolitik oder zwischen Grundsätzen der Betriebswirtschaft und der Volkswirtschaft rüberzubringen, der hat festgestellt, wie tief das neoliberale Gedankengut in unserem Umfeld verwurzelt ist.

Das IMK-Buch „Die 10 Mythen der Eurokrise … und warum sie falsch sind“ behandelt den Mythos-2: „Staatshaushalte konsolidieren heißt sparen“ (von Henning Meyer) Weiterlesen

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Das Märchen von der Staatsschuldenkrise – Eurokrise (1)

Die politische und ökonomische Krise Europas währt nun schon mehrere Jahre. Die Europawahlen 2014 haben einerseits rechtspopulistische Kräfte – vor allem in Frankreich und in Großbritannien – nach oben gespült, andererseits in vielen Ländern – vor allem in Osteuropa – ein großes Desinteresse in Form niedriger Wahlbeteiligung offenbart.

Nun ist im IMK (Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung) ein Buch erschienen mit dem Titel „Die 10 Mythen der Eurokrise … und warum sie falsch sind“. Die Herausgeber sind Henning Meyer und Andrew Watt. Die 10 Autoren, unter ihnen die deutschen Volkswirte Gustav Horn und Peter Bofinger, behandeln verschiedene Gründe für die Eurokrise, u.a. woher die Schulden kommen, warum die Sparpolitik falsch ist, die verfehlte deutsche Politik, die Rolle der EZB und die angeblichen Inflationsgefahren. Weiterlesen

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