{"id":4559,"date":"2018-09-26T10:45:19","date_gmt":"2018-09-26T08:45:19","guid":{"rendered":"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=4559"},"modified":"2019-02-03T23:51:16","modified_gmt":"2019-02-03T22:51:16","slug":"glueckliche-gegenwarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=4559","title":{"rendered":"\u201eGl\u00fcckliche Gegenwarten!\u201c"},"content":{"rendered":"<!--nextpage-->\n<h3>Warum zwei fr\u00fch mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Regierungschefs so unterschiedlich wirkten.<br \/>\nUnd was das \u00fcber \u201eunsere Zeit\u201c\u00a0(!?) aussagt.<br \/>\nEpilog und Synopsis &#8211; \u201ePost-Neoismen 7\u201c<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=4490\"><span style=\"color: #c00202;\">(Teil 6 hier)<\/span><\/a><\/p>\n<p>von <a title=\"\" href=\"https:\/\/www.stefanfrischauf.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #c00202;\">Stefan Frischauf<\/span><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr G.R., S.G.P. und S.A.P<br \/>\nund meine Eltern<\/p>\n<div><span style=\"color: #c00202;\"><span style=\"color: #c00202;\"><br \/>\n<span class=\"collapseomatic \" id=\"id6a0682263a6e7\"  tabindex=\"0\" title=\"Inhalt\"    ><strong>Inhalt<\/strong><\/span><div id=\"target-id6a0682263a6e7\" class=\"collapseomatic_content \"><\/span><\/span><\/p>\n<ol>\n<li>\n<h4><span style=\"color: #c00202;\"><a style=\"color: #c00202;\" href=\"#a1\">Die Gegenwart ist \u00fcberm\u00e4chtig.<br \/>\nIn ihrer Verdr\u00e4ngung.<br \/>\nVon Vergangenheit. Und Zukunft.<br \/>\nVon Sein.<br \/>\nUnd Werden.<\/a><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<li>\n<h4><span style=\"color: #c00202;\"><a style=\"color: #c00202;\" href=\"#a2\">\u201eWarum wir nach Hiroshima kommen.\u201c<br \/>\nUnd \u201ewarum wir in Warschau niederknien.\u201c<\/a><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<li>\n<h4><span style=\"color: #c00202;\"><a style=\"color: #c00202;\" href=\"#a3\">Friedensnobelpreise: Zeichen globaler Hoffnungen?<\/a><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<li>\n<h4><span style=\"color: #c00202;\"><a style=\"color: #c00202;\" href=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=4559&amp;page=2#a4\">Kriege seit 2001 und die erneute Zerrissenheit der Welt<\/a><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<li>\n<h4><span style=\"color: #c00202;\"><a style=\"color: #c00202;\" href=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=4559&amp;page=2#a5\">Gro\u00dfe K\u00e4mpfer f\u00fcr Frieden und Gerechtigkeit und ihr Schicksal<\/a><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<li>\n<h4><span style=\"color: #c00202;\"><a style=\"color: #c00202;\" href=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=4559&amp;page=3#a6\">Hoffnung auf eine gl\u00fcckliche und friedvolle Zukunft<\/a><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<li>\n<h4><span style=\"color: #c00202;\"><a style=\"color: #c00202;\" href=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=4559&amp;page=3#a7\">Bildung und (politische) Willensbildung: Sein und Werden<\/a><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<li>\n<h4><span style=\"color: #c00202;\"><a style=\"color: #c00202;\" href=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=4559&amp;page=4#a8\">Nachkriegsordnungen<\/a><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<li>\n<h4><span style=\"color: #c00202;\"><a style=\"color: #c00202;\" href=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=4559&amp;page=4#a9\">Deutschland: \u201efalscher Frieden\u201c, \u201ewahrer Krieg\u201c oder\u00a0 \u2013<br \/>\nwie steht\u2019s um \u201edie W\u00fcrde des Menschen\u201c?<\/a><\/span><\/h4>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"color: #c00202;\"><a style=\"color: #c00202;\" href=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=4559&amp;page=4#a10\">Anmerkungen und Bildquellen<\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 4.08%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong>1.<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 95.92%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong><a id=\"a1\"><\/a>Die Gegenwart ist \u00fcberm\u00e4chtig.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt;\"><strong>In ihrer Verdr\u00e4ngung.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt;\"><strong>Von Vergangenheit. Und Zukunft.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt;\"><strong>Von Sein.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt;\"><strong>Und Werden.<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div style=\"width: 550px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Brandt_Kniefall.jpg\" alt=\"\" width=\"540\" height=\"281\" \/><p class=\"wp-caption-text\">1<\/p><\/div>\n<blockquote><p>\u201e71 Jahre zuvor. An einem hellen und wolkenlosen Morgen. Der Tod fiel vom Himmel. Und die Welt war ver\u00e4ndert. Ein Lichtblitz und eine Feuerwand zerst\u00f6rten eine Stadt. Und diese zeigten, dass die Menschheit die Mittel besa\u00df, sich selbst zu zerst\u00f6ren.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>So beginnt Ex-US-Pr\u00e4sident Barack Obamas Rede in Hiroshima im Mai 2016.<\/p>\n<p>Immerhin ist er am Ende seiner zweiten Amtszeit der erste US-Pr\u00e4sident, der den Ort besucht, an dem die erste Atombombe im Kriegseinsatz von den US gez\u00fcndet wurde. Der daran erinnert. An ein Ereignis, das wie so viele Kriegsereignisse h\u00f6chst ambivalent beurteilt wird: als Kriegsverbrechen. Oder als Notwendigkeit, um das Grauen des Krieges zu beenden. 71 Jahre, also mehr als zwei Generationen danach.<\/p>\n<p>Aber seine Rede stellt den Krieg in erster Linie als dem Menschen eigenes, in seiner Natur geradezu festgeschriebenes Geschehen dar.<sup>2<\/sup><\/p>\n<p>\u201eGenetisch verwurzelt in der Geschichte des Menschen\u201c.<br \/>\nWird mancher behaupten.<br \/>\n\u201eInstinktiv bedingt\u201c. Oder \u201estammesgeschichtlich verwurzelt\u201c.<br \/>\nK\u00f6nnte man stattdessen auch sagen. <!--more--><\/p>\n<p>Beides stellt Homo Sapiens Sapiens in einen anderen zivilisatorischen Kontext.<\/p>\n<p>Das \u201eInstinktive\u201c betont das Tierische, das Animalische. Das, was Homo Sapiens eigentlich als \u201eKrone der Sch\u00f6pfung\u201c \u00fcberwinden lernen sollte.<\/p>\n<p>Das \u201eStammesgeschichtliche\u201c indes widerspricht dem Anspruch des \u201eWelt-gewandten\u201c. Des \u201eGlobalen\u201c. Insofern widerspricht es auch dem Anspruch einer \u201eaufgekl\u00e4rten und globalisierten Weltordnung\u201c. Als extrinsische und zugleich auch zu einem gewissen Grade intrinsische Faktoren und Impulse sollten diese durch den sich solcherma\u00dfen weit in seiner Evolution w\u00e4hnenden Menschen \u00fcberwindbar sein.<\/p>\n<p>Der Unterschied zur Festschreibung im Genom als allein existierender intrinsisch- extrinsisch verkapselter Faktor ist die Dialogf\u00e4higkeit:<br \/>\nDas Tier wird seine kl\u00fcgsten Instinkte zum eigenen \u00dcberleben und Weiterleben seiner Verwandten entwickeln. Und die M\u00f6glichkeit, aus dem Erfahrungsschatz der Stammes\u00e4ltesten zu sch\u00f6pfen, sie zu befragen, um Entscheidungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart auszutarieren erweitert auch hier ganz wesentlich die Entwicklungsm\u00f6glichkeiten. Die Zukunft wird so zum \u201eZeitfenster\u201c.<br \/>\nEin Fenster, das M\u00f6glichkeiten und Gelegenheiten bietet.<\/p>\n<div style=\"width: 550px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Obama_Umarmung.jpg\" alt=\"\" width=\"540\" height=\"388\" \/><p class=\"wp-caption-text\">3<\/p><\/div>\n<p>Barack Obama beschreibt im weiteren Verlauf seiner Rede in Hiroshima auch die Utopie der \u00dcberwindung des Krieges. F\u00fcr unsere Kinder.<br \/>\nDie Erkenntnis, dass wir alle eine Familie sind, spricht er als Notwendigkeit aus.<br \/>\nUnd als Grund, warum \u201ewir nach Hiroshima kommen\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 4.08%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong>2.<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 95.92%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong><a id=\"a2\"><\/a>\u201eWarum wir nach Hiroshima kommen.\u201c<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt;\"><strong>Und \u201ewarum wir in Warschau niederknien.\u201c<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>25 Jahre, also gerade einmal eine Generation nach Ende des 2. Weltkrieges war der erste Besuch eines westdeutschen Regierungschefs in Polen ein viel erwartetes Ereignis.<\/p>\n<p>Egon Bahr, Berater und Freund von Willy Brandt und manchmal auch als \u201eArchitekt der Ostpolitik\u201c bezeichnet, kam am Ende der Entourage an diesem geschichtstr\u00e4chtigen Tag zum Mahnmal an jenem Ort, an dem einmal das Warschauer Ghetto gewesen war. Das Gemurmel unter den Journalisten vor ihm erreichte sein Ohr: \u201eEr kniet!\u201c. Egon Bahr selbst konnte diese Geste der Demut, der Kondolenz und der Ehrerbietung wahrscheinlich zuerst gar nicht sehen. Er schildert seine \u00dcberraschung ob der Geste des Niederkniens und die Aussage Brandts am Abend dann an der Hotelbar in Warschau:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIch hatte pl\u00f6tzlich das Gef\u00fchl, Kranz Niederlegen reicht nicht.\u201c <sup>4<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Marek Edelmann, \u00dcberlebender des Warschauer Ghettos dazu denn auch:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDas war ein Einschnitt, nicht nur im Bewusstsein der polnischen Gesellschaft, sondern in der Welt, dass sich etwas in Deutschland ver\u00e4ndert hat. [\u2026] Willy Brandt hat diese Geste nicht nur f\u00fcr sich pers\u00f6nlich getan, sondern im Namen der deutschen Gesellschaft, und das war etwas Gro\u00dfes.\u201c <sup>1<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Bitte um Verzeihung ist eine aktive Tat.<br \/>\nDa springt jemand \u00fcber den langen Schatten der Vergangenheit und \u00f6ffnet das Fenster f\u00fcr eine bessere \u2013 eine gel\u00e4uterte Zukunft weit auf.<\/p>\n<p>Willy Brandt wurde Zeit seiner Regierung \u2013 Zeit seines Lebens auch heftig daf\u00fcr angefeindet. Er, der gar im aktiven Widerstand gegen Hitler und die Nazis war konnte so leicht als \u201eVaterlandsverr\u00e4ter\u201c und allerhand mehr beschimpft werden.<\/p>\n<p>Seine Geste \u2013 \u201eunser Niederknien\u201c entspringt einem zutiefst menschlichen Impuls. Der Sehnsucht nach Frieden. Eine Geste von jemandem, der zudem den Krieg er-und \u00fcberlebt hat. Zwischen den Fronten. Der so die tiefen Wunden von Krieg und Zerst\u00f6rung, von Bruder- und Schwestermord, die er bezeugt hat reinigt und vorsichtig versorgt. Seine eigenen Wunden und die seiner N\u00e4chsten. Und die der anderen, die auch Teilen seiner N\u00e4chsten einst als Feinde gegen\u00fcberstanden.<\/p>\n<p>T\u00e4tern und Opfern. Abseits vom Protokoll.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 4.08%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong>3.<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 95.92%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong><a id=\"a3\"><\/a>Friedensnobelpreise: Zeichen globaler Hoffnungen?<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>1971 erhielt der von 1969 bis 1974 amtierende vierte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Willy Brandt den Friedensnobelpreis f\u00fcr die Ostpolitik. F\u00fcr seine und Egon Bahrs Politik der Vers\u00f6hnung denn auch zwischen T\u00e4tern und Opfern jener dunkelsten Phase j\u00fcngerer deutscher Geschichte.<\/p>\n<p>Die Ostvertr\u00e4ge, \u201eWandel durch Ann\u00e4herung\u201c: es gibt viele gro\u00dfe und kleine Schritte, die diese Politik des Ausgleichs und der Vers\u00f6hnung ausmachen. Der Kniefall war der symboltr\u00e4chtigste Schritt.<\/p>\n<p>1973 erhielten Henry Kissinger und Le Durc Tho den Friedensnobelpreis f\u00fcr das Waffenstillstandsabkommen von Vietnam. Le Durc Tho nahm den Preis nicht an. Er begr\u00fcndete dies mit der Aussage, dass in seinem Land noch immer kein Frieden herrsche.<sup>5<\/sup><\/p>\n<p>2009, zu Beginn seiner Pr\u00e4sidentschaft erhielt Barack Obama den<br \/>\nFriedensnobelpreis \u201ef\u00fcr seine au\u00dfergew\u00f6hnlichen Bem\u00fchungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den V\u00f6lkern zu st\u00e4rken\u201c.<sup>6<\/sup><\/p>\n<p>Gerade das Beispiel des Vietcong-K\u00e4mpfers Le Durc Tho zeigt die Tragik und Zerrissenheit des Krieges. Und des K\u00e4mpfers selbst darin. Aber auch die tiefe Sehnsucht nach Frieden. Nach Ausgleich und Vers\u00f6hnung.<\/p>\n<p>Etwas, was im Kosmos des Vietcong-K\u00e4mpfers prim\u00e4r sein zerrissenes Land Vietnam betraf. Etwas, was heute viel gr\u00f6\u00dfere Teile der Welt umfassen muss.<br \/>\nVielleicht gar im Sinne der \u201eGlobalisierung\u201c den ganzen Erdball.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!--nextpage-->\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 4.08%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong>4.<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 95.92%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong><a id=\"a4\"><\/a>Kriege seit 2001 und die erneute Zerrissenheit der Welt<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div style=\"width: 550px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Krieg_in_Jemen.jpg\" alt=\"\" width=\"540\" height=\"304\" \/><p class=\"wp-caption-text\">7<\/p><\/div>\n<p>Der grausame \u201evergessene\u201c Krieg Saudi-Arabiens gegen den Jemen: der \u00dcberfall\u00a0 von Seiten des reichsten Landes auf der arabischen Halbinsel gegen das \u00e4rmste Land dort ab M\u00e4rz 2015, die \u201eperfektionierte Weiterentwicklung\u201c gerade des \u201eDrohnenkrieges\u201c im \u201eNahen und Mittleren Osten\u201c ab 2008 \/ 09, die Zerst\u00f6rung Libyens, der Beginn des Syrienkrieges 2011: all diese forcierten Kriegst\u00e4tigkeiten und milit\u00e4rischen Unterst\u00fctzungsprogramme nicht immer \u201elupenreiner Demokraten\u201c fallen in die Regierungszeit Barack Obamas.<\/p>\n<p>Im \u201eKrieg gegen den Terror\u201c, der ja eigentlich auch der globale Krieg \u201eReich gegen Arm\u201c ist, scheint jedes Mittel Recht, um eigene Machtzirkel zu sichern.<\/p>\n<p>Hatte Obama nicht die Kraft, gegen die gewaltige Macht des \u201emilit\u00e4risch-industriellen Komplexes\u201c in den US und im Westen anzugehen oder fehlte ihm der Mut?<\/p>\n<p>Und zudem auch die Unterst\u00fctzung: von innen wie auch von au\u00dfen?<\/p>\n<p>Als am 8. September 2018 vormittags vielerorts die Sirenen heulten in einem langen und intensiven \u201eProbealarm\u201c reagierten viele B\u00fcrger auch hier in Deutschland etwas verst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die Verhandlungen um Idlib am darauf folgenden Tag in Teheran schaffen ja durchaus Perspektiven darauf, dass auch der Westen sich bald auf die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung \u2013 einen wie auch immer gearteten \u201eFrieden\u201c, nach rund 7-j\u00e4hrigem \u201eBlitzkrieg\u201c in Syrien einlassen muss. Was hoffentlich dann auch Auswirkungen auf andere Kriegsorte, wie etwa Afghanistan haben wird. Dort kann man bald von 40 Jahren Kriegszustand sprechen.<\/p>\n<p>In jedem Fall ist ein harter Kampf zu erwarten.<\/p>\n<p>Medial und in und um Idlib selbst.<sup>8<\/sup><\/p>\n<p>Ein oberfl\u00e4chlich betrachtet bisweilen recht kritischer Artikel auf der Seite des \u201eZentrums f\u00fcr strategische und internationale Studien (CSIS)\u201c indes verdeutlicht, wie wenig vorbereitet auch das US-Establishment auf andere M\u00f6glichkeiten als den \u201eewigen Krieg\u201c gerade in diesen Regionen ist. Auch, wie wenig man zivile und milit\u00e4rische Perspektive gleichwertig nebeneinander zu verfolgen vermag.<\/p>\n<p>Autor Anthony H. Cordesman verdeutlicht, dass man da kaum an \u201eFrieden\u201c und \u201enachhaltigen Wiederaufbau\u201c zu denken vermag. Besser: dass die einmal mehr dem \u201eProjekt f\u00fcr ein neues amerikanisches Jahrhundert (PNAC)\u201c folgenden Akteure auch am Ende des Jahres 17 nach Ausl\u00f6sen des \u201eNATO-Alarms\u201c am 12. September 2001 diesen Zustand f\u00fcr \u201ealternativlos\u201c halten und entsprechend handeln.<sup>9<\/sup><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 4.08%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong>5.<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 95.92%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong><a id=\"a5\"><\/a>Gro\u00dfe K\u00e4mpfer f\u00fcr Frieden und Gerechtigkeit und ihr Schicksal<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Michail_Gorbatschow.jpg\" width=\"240\" height=\"360\" \/><p class=\"wp-caption-text\">10<\/p><\/div>\n<p>Auch der Sohn eines russischen Vaters und einer ukrainischen Mutter und letzte Parteif\u00fchrer der KPdSU Michail Sergejewitsch Gorbatschow\u00a0 erhielt 1990 den Friedensnobelpreis.<\/p>\n<p>Viele Russen machen den \u201eReformer\u201c und Begr\u00fcnder von \u201eGlasnost\u201c und \u201ePerestroika\u201c immer noch f\u00fcr das\u00a0 Ende der Sowjetunion verantwortlich.<\/p>\n<p>Der populistische Trunkenbold Boris Jelzin spielt dabei jedoch eine sicher viel unr\u00fchmlichere Rolle.<\/p>\n<p>Dennoch fragt sich, ob Gorbatschows Versuch der \u201eReformierung\u201c eines solchen Imperiums wie der Sowjetunion \u00fcberhaupt realistische Erfolgschancen hatte. Eine Frage, die sich nur im R\u00fcckblick stellen kann.<\/p>\n<p>Zweifelsohne aber hat Gorbatschow sich seinerzeit den dr\u00e4ngenden Fragen der Zeit gestellt und Verantwortung \u00fcbernommen, wo viele heute stetig Verantwortung verschieben. Und mehr:<\/p>\n<p>Er musste im Laufe der Jahre zusehen, dass die Nachfolger seiner Verhandlungspartner die mit ihm ausgehandelten Vertragswerke immer weiter aush\u00f6hlten und zu ihren Gunsten auslegten: die NATO-Osterweiterung erwies sich da auch als kritische L\u00fccke in den Vertragswerken von seiner Seite.<\/p>\n<p>Hatte man in der Not damals nicht soweit gedacht?<\/p>\n<p>Lange Zeit hat Gorbatschow zu Beginn der 2010er Jahre Wladimir Putin und die mangelnde innenpolitische Entwicklung Russlands kritisiert. Seit Ausbruch des Krieges in und um sein Mutterland Ukraine 2014 jedoch betrachtet er die Machtf\u00fclle Putins als \u201ehistorische Notwendigkeit\u201c, um das v\u00f6llige Verschwinden Russlands aus der Weltpolitik zu verhindern. Und er wirft deutlich den US eine gezielte Destabilisierung der Ukraine als Hauptursache f\u00fcr die kriegerische Eskalation dort vor. Gleichwohl hat der weise Mann 2017 einmal mehr gemeinsam mit Franz Alt einen Apell zur nuklearen Abr\u00fcstung gestartet.<sup>10<\/sup><\/p>\n<div style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Ahmed_Schah_Massoud.jpg\" width=\"300\" height=\"250\" \/><p class=\"wp-caption-text\">11<\/p><\/div>\n<p>Die Tragik der Geschichte will es, dass sich zwei Helden j\u00fcngerer Zeit, Gorbatschow und Ahmed Schah Massoud zun\u00e4chst als Feinde gegen\u00fcbersahen. Der \u201eL\u00f6we von Pandjschir\u201c hatte aus dieser seiner unwegsamen afghanischen Provinz mit seinen K\u00e4mpfern 13 Mal alleine sowjetische Besatzungstruppen zur\u00fcckgeschlagen.<\/p>\n<p>\u201eM\u00e4dchenschulen\u201c, eine demokratische, humanistische Lesart des Koran, furchtlose Bek\u00e4mpfung auch der Drogen-Warlords: unter dem \u201e\u0100mer S\u0101heb-e Schah\u012bd\u201c &#8211; \u201eUnser geliebter Befehlshaber und M\u00e4rtyrer\u201c<sup>12<\/sup> genannten Tadschiken konnte Pandjschir auch von den Taliban nicht eingenommen werden.<\/p>\n<p>Auch heute noch verehren ihn Mitglieder aller Volksgruppen in Afghanistan: Paschtunen genauso wie\u00a0 Usbeken, Hazaras, Tadschiken und viele andere.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchling 2001 warb er vor dem europ\u00e4ischen Parlament in Br\u00fcssel f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe f\u00fcr die Menschen Afghanistans.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eAuf seinem Besuch nach Europa, bei dem ihn die europ\u00e4ische Parlamentspr\u00e4sidentin Nicole Fontaine den \u201ePol der Freiheit in Afghanistan\u201c nannte, warnte Massoud davor, dass sein Geheimdienst Informationen habe, denen zufolge ein gro\u00dfangelegter Anschlag auf amerikanischem Boden unmittelbar bevorstehe. (&#8230;)<\/p>\n<p>Am 9. September 2001 z\u00fcndeten Abd al-Sattar und Bouraoui el Ouaer, zwei Selbstmordattent\u00e4ter der\u00a0al-Qaida, die sich als belgische Journalisten ausgegeben hatten, w\u00e4hrend eines Interviews mit Massoud in\u00a0Tachar\u00a0eine Bombe, die sie in ihrer Videokamera versteckt hatten.\u201c <sup>12<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Ermordung Massouds, die Drahtzieher, der Zeitpunkt: da sind noch sehr viele R\u00e4tsel und offene Fragen. Fragen, die denn auch gerade im Hinblick auf den Ausbau des Opium-Anbaus und die Rolle der Drogen-Warlords im Hinblick auf die bald darauf gestartete US-gef\u00fchrte Invasion des Westens einer Kl\u00e4rung harren.<\/p>\n<div style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Heike_Groos.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"269\" \/><p class=\"wp-caption-text\">13<\/p><\/div>\n<p>In diesem Zusammenhang sei hier der Hinweis auf eine andere Heldin, die trotz einseitigem Mandat und Auftrag immer f\u00fcr Ausgleich und Verst\u00e4ndigung gearbeitet hat gestattet: Vor einigen Tagen entdeckte ich mit Schrecken und tiefer Trauer, dass diese gro\u00dfartige Frau schon im Dezember 2017 verstorben ist.<\/p>\n<p>Eine Frau, der ich mich in den letzten Jahren zutiefst verbunden gef\u00fchlt habe. Wahrscheinlich, weil wir beide hautnah erlebt haben, was ein \u201easymmetrischer Krieg\u201c ist. Und weil wir beide das Land, in dem wir das erlebten doch zutiefst respektieren, vielleicht auch lieben lernten. Das Land und die Menschen dort.<\/p>\n<p>Achmad Schah Massouds Afghanistan.<\/p>\n<p>Heike Groos (* 03.08.1960 \u2020 11.12.2017) war Bundeswehr-Stabs\u00e4rztin und f\u00fcnffache Mutter. Ihren Ausdruck \u201eGefechtsfeldtourismus\u201c f\u00fcr das Tun von Parlamentariern, die Kriegsorte besuchen und \u00fcber Eins\u00e4tze dort abstimmen &#8211; ich habe ihn oft verwandt. Einmal habe ich F.W. Steinmeier, damals noch Au\u00dfenminister eine Frage gestellt zu Afghanistan und der Region. Seine Antwort lie\u00df darauf schlie\u00dfen, dass er nicht einmal von den Kulturen dort im viel beschworenen \u201eKampf der Kulturen\u201c eine Ahnung hatte. Heiko Maas, der heute fordert, die Leute sollten im \u201eKampf gegen rechts vom Sofa aufstehen\u201c hat vom \u201eglobalen Krieg Arm gegen Reich\u201c insbesondere in solchen L\u00e4ndern wie Afghanistan scheinbar genauso wenig verstanden wie der jetzige Bundespr\u00e4sident. Von Herrn Seehofer und anderen Vertretern der Parteien mit dem C vorneweg und gr\u00fcn gestrichen Neocons soll hier erst gar keine Rede sein.<\/p>\n<p>Ein Interview mit dem gleichfalls viel zu fr\u00fch verstorbenen Roger Willemsen legt vieles von Heikes Wunden dar. Aber auch den ganz eigenen Stolz einer Mutter, die den Krieg \u00fcberlebt hat und dies nicht nur ihren Kindern darlegen will.<\/p>\n<p>Die andere Wege aus Bruder- und Schwestermord erschlie\u00dfen will f\u00fcr sich und die Nachgeborenen.<sup>14<\/sup><\/p>\n<p>Ob Heikes Website von ihren Kindern gepflegt wird oder von jemand Externen, das ist mir nicht bekannt. Ihren eigenen Nachruf m\u00f6chte ich insofern hier teilen. In tiefer Trauer verneige ich mich vor einer Mutter, einer Soldatin, einer \u00c4rztin \u2013 einem Menschen, der ein verdienst- und w\u00fcrdevolles Leben gef\u00fchrt hat:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDer Volksmund sagt:<br \/>\n\u201eEin Mann soll ein Haus bauen,<br \/>\neinen Baum pflanzen<br \/>\nund ein Kind zeugen.\u201c<br \/>\nIch bin eine Frau<br \/>\nund ich arbeite in M\u00e4nnerwelten.<br \/>\nBei der Bundeswehr,<br \/>\nin Krankenh\u00e4usern,<br \/>\nim Rettungsdienst.<br \/>\nIch habe mich angepasst.<br \/>\nIch habe drei H\u00e4user gebaut,<br \/>\nf\u00fcnf Kinder geboren,<br \/>\nund unz\u00e4hlige B\u00e4ume gepflanzt.<br \/>\nAber irgendwie war das nicht genug,<br \/>\nalso habe ich begonnen, B\u00fccher zu schreiben.<br \/>\nJeden Tag lebe ich so,<br \/>\nals w\u00e4re es mein letzter,<br \/>\nso wie Martin Luther \u2026<br \/>\n\u201eAuch wenn ich w\u00fcsste,<br \/>\ndass morgen die Welt zugrunde geht,<br \/>\nw\u00fcrde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.\u201c <sup>13<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Es ist auch unser Auftrag, diese Wunden endlich einer Heilung zuzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Den Apfelbaum zu hegen und zu pflegen. Damit er auch bald einmal Fr\u00fcchte tr\u00e4gt.<\/p>\n<div style=\"width: 550px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Jeremy_Corbyn.jpg\" alt=\"\" width=\"540\" height=\"286\" \/><p class=\"wp-caption-text\">15<\/p><\/div>\n<p>Einer, der immer unerm\u00fcdlich auf die verheerende Wirkung von nach au\u00dfen getragenen Kriegen auch f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung zu Hause hingewiesen hat, ist Labour Chef Jeremy Corbyn. Verdienterma\u00dfen ist er jetzt seit dem 12. September 2015 in dieser Position und hat Labour nach der \u201eNeo-Liberalisierung\u201c durch Tony Blairs \u201eNew Labour\u201c mit vielen alten und jungen K\u00e4mpen, insbesondere dem jungen Netzwerk \u201eMomentum\u201c wieder neu aufgebaut.<\/p>\n<p>Schon im Januar 2003 sagte er auf einer Anti-Kriegs-Demonstration zur von langer Hand geplanten Irak-Invasion einer \u201eKoalition von Willigen\u201c unter F\u00fchrung der US und des UK in Washington DC:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEs geht nicht um Frieden. Es geht nicht um Demokratie. Es geht nicht um Gerechtigkeit. Es ist ein Krieg um \u00d6l und die Hauptgewinner werden R\u00fcstungsproduzenten sein, die so viel Geld aus so viel Armut f\u00fcr so lange Zeit herausgezogen haben. Wir sind in einem der reichsten L\u00e4nder der Welt und auch ich repr\u00e4sentiere ein reiches Land. Wenn alles, was wir den \u00e4rmsten Menschen in den \u00e4rmsten Teilen der Welt anbieten k\u00f6nnen, die unter Wasserknappheit, schlechter Gesundheitsversorgung und AIDS Pandemien und so vielen anderen Ungerechtigkeiten leiden nur Massenzerst\u00f6rungswaffen und weitere Kriege sind, dann erzeugen wir nur neue Konflikte f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<p>Eine Welt des Friedens kann nur aufgebaut werden, wenn wir eine Welt auf Basis von sozialer Gerechtigkeit sind!\u201c <sup>15<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Mitte Februar 2003 dann auf der gr\u00f6\u00dften Demonstration, die London je erlebt hat mit rund 300.000 \u2013 700.000 Teilnehmern alleine auf den Stra\u00dfen in der britischen Hauptstadt:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSicherlich, die Botschaft, die Menschen heute in London und Glasgow und einfache B\u00fcrger \u00fcberall in diesem Land vortragen ist: \u201aWarum verbraten wir Dreieinhalb Milliarden Pfund f\u00fcr einen Krieg, den keiner will? Wenn da gleichzeitig Afrika von einer AIDS-Pandemie heimgesucht wird, wenn ein Viertel der Kinder der Welt an Armut und Hunger sterben?\u2019<\/p>\n<p>Und wir stellen auch fest, dass das Geld f\u00fcr unsere eigene \u00f6ffentliche Daseinsvor- und -f\u00fcrsorge nicht ausreicht.<\/p>\n<p>Tausende mehr Tote im Irak werden die Dinge nicht verbessern.<\/p>\n<p>Stattdessen werden wir eine Spirale des Konflikts erleben, Teufelskreise von Hass, Armut und Verzweiflung, die weitere Kriege und Konflikte, Terrorismus, die Krisen und die Armut zuk\u00fcnftiger Generationen nach sich ziehen werden.<\/p>\n<p>Unsere Botschaft hier in London, vorgetragen von den Millionen auf den Stra\u00dfen ist diese: Wir m\u00f6chten in einer Welt ohne Krieg leben! Der Weg, uns von der B\u00fcrde des Krieges zu befreien ist die Befreiung von der Last der Ungerechtigkeit, der Armut und der Dauerkrise, die damit verkn\u00fcpft ist. Diese Bewegung gibt diese Botschaft aus an die britische Regierung: \u201aH\u00f6rt auf damit oder bezahlt den politischen Preis daf\u00fcr!\u2019\u201c <sup>15<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Den Preis zahlten bisher Labour und die britische Gesellschaft mit dem Niedergang des Gesundheitssystems im UK und vielen anderen Defiziten. Und Europa zahlt ihn gemeinsam mit dem UK auch ma\u00dfgeblich mit dem \u201eBrexit\u201c, der viele Dinge eher \u201everschlimmbessern\u201c wird: f\u00fcr die \u201eordinary people\u201c, wie JC sie nennt im UK ebenso wie f\u00fcr einfache Menschen in Europa, auf dem Kontinent hier.<\/p>\n<p>Aber auch diese Zusammenh\u00e4nge wird man genauso wie die Folgen des \u201edeutschen Exportbooms\u201c f\u00fcr den deutschen \u201eOtto Normal\u201c und seine Frau \u201eLieschen M\u00fcller\u201c zu verdr\u00e4ngen und zu verheimlichen suchen.<\/p>\n<p>Im medialen Verdr\u00e4ngungskampf \u201eReich gegen Arm\u201c geht es auch immer wieder um die Deutungshoheit. Die Macht, (Teil-) Wahrheiten zu verbreiten und andere Bruchst\u00fccke derselben Wahrheiten zu verdr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!--nextpage-->\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 4.08%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong>6.<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 95.92%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong><a id=\"a6\"><\/a>Hoffnung auf eine gl\u00fcckliche und friedvolle Zukunft<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>kann insofern nur durch kluge Einsicht erwachsen. Und harte Arbeit, um viele Ungerechtigkeiten der Vergangenheit aufzudecken. Und somit die Verpflichtung zu Verbesserungen in der Gegenwart zu erreichen. Aufmerksamkeit f\u00fcr eine m\u00f6gliche\u00a0 Zukunft alle Male. Wachsamkeit ist da geboten. In einem Kampf, der nicht zu zerreden und in Mutlosigkeit zu ersticken ist. Einem Kampf, der klug und besonnen gef\u00fchrt werden will.<\/p>\n<p>Die 120 Jahre unter Verschluss gehaltenen NSU-Prozessakten: sollen das \u201eEinzelt\u00e4termotiv\u201c und die Zuordnung zu \u201eorganisierter Kriminalit\u00e4t\u201c bewusst \u201epolitische Hintergr\u00fcnde\u201c und \u201estaatliche Verstrickungen\u201c verschleiern?<\/p>\n<p>Was geschieht mit den Opfern solcher Verbrechen, was mit den T\u00e4tern?<\/p>\n<p>Noam Chomsky spricht von der Sabotage der Arbeit zur Reduzierung der Folgen des\u00a0 Klimawandels gerade von rund 40 % der W\u00e4hler in den US, die noch auf das Erscheinen Christis zu ihren Lebzeiten hoffen als schlimmste Folge der Trump-\u00c4ra.<\/p>\n<p>Er spricht aber entgegen vieler anderslautender Aussagen immer noch zu Recht von einem tiefen Klassenbewusstsein von Arbeitern und Handwerkern. Und das besteht nicht nur in den US. Auch bei uns hier.<sup>17<\/sup><\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfere Solidarit\u00e4t prekarisierter Arbeitskr\u00e4fte aus allen Sparten und auf allen Ebenen ist sicher nur \u00fcber andere Identifikationsmuster zu erreichen. Nicht \u201eTeile und Herrsche\u201c, sondern \u201eArbeite an gemeinsamen Zielen\u201c ist da eher als Stichwort auch einer \u201eGemeinwohl-basierten \u00d6konomie\u201c umzusetzen. Zu tun gibt\u2019s reichlich.<\/p>\n<p>Gleichwohl f\u00fchrt Vieles, was da Anreize und Motivationen betrifft uns auch zur\u00fcck auf die Keimzelle von Gesellschaft: die Familie. Blut ist eben dicker als Wasser.<\/p>\n<p>Die nordirische Autorin Julieanne Campbell schildert bewegend den langen Marsch und die vielen Dem\u00fctigungen, die die Angeh\u00f6rigen der Opfer der \u201eBloody Sunday Events\u201c 1972 durchmachen mussten. Auch ihr damals 17 Jahre alter Onkel, der als \u201eTerrorist\u201c denunziert wurde. Ein Schatten, der Jahrzehnte \u00fcber ihrer Familie lag. Letztlich waren es viele Familien gemeinsam, die Gerechtigkeit einforderten f\u00fcr ihre damals umgekommenen Angeh\u00f6rigen. Und diese 2010 auch erhielten.<\/p>\n<p>In Julieannes Falle wurde best\u00e4tigt, dass ihr Onkel Jackie Duddy kein \u201eNagelbomber\u201c war, wie lange behauptet. Er war unbewaffnet und einer der vielen friedlichen Demonstranten f\u00fcr B\u00fcrgerrechte in Nordirland, die von britischen Paramilit\u00e4rs dort an jenem blutigen Sonntag ermordet wurden.\u00a0Gerechtigkeit widerfuhr hier den<\/p>\n<p>Opfern und ihren Angeh\u00f6rigen nach 38 Jahren.<\/p>\n<p>Die Linie zu Bob McIlvaine Sr., dessen Sohn am 11. September 2001 in der Lobby des Nordturms des World Trade Centers in New York offenkundig Opfer eines Sprengstoffanschlags wurde und zu Matt Campbell aus dem UK, dessen Bruder Geoff bei 911 umkam: es ist immer die Kraft der Liebe zu ihren Familienangeh\u00f6rigen, die die Menschen diesen langj\u00e4hrigen Kampf f\u00fcr Gerechtigkeit besonders aushalten und durchhalten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>In diesem Fall den Kampf um eine Neu-Untersuchung der Anschl\u00e4ge vom 11. September 2001. Eine Untersuchung vor dem US-Supreme Court, bei der eben auch Geoff Campbell und Bobby McIlvaine und vielen anderen Menschen auf der ganzen Welt \u2013 insbesondere im Irak und Afghanistan, die indirekt von den Folgen betroffen wurden Gerechtigkeit widerfahren wird. Eine Untersuchung, die in Anbetracht der vielen grausamen Folgen dieser Ereignisse und ihrer v\u00f6llig l\u00fcckenhaften juristischen Aufarbeitung zwingend erforderlich erscheint.<\/p>\n<p>Eine Neu-Untersuchung dieses Kapitalverbrechens, die alleine 3001 in den US registrierte Architekten und Ingenieure und 22.139 Unterst\u00fctzer aus aller Welt\u00a0 aus diesen Berufsgruppen (Stand 16.09.2018) und viele Feuerwehrm\u00e4nner und andere involvierte Berufsgruppen und Angeh\u00f6rige der Opfer stetig einfordern.<sup>18<\/sup><\/p>\n<p>Egon Bahr erz\u00e4hlte 2009 von Willy Brandts erster Reaktion auf den \u201eUnterwerfungsbrief\u201c, den die Botschafter der drei West-Alliierten auch vom vierten Bundeskanzler nach 1945 und 49 erhalten sollten. Brandt weigerte sich zun\u00e4chst, diesen Brief, der Teilung und Besatzungsstatute fortschrieb, zu unterschreiben.<sup>19<\/sup><\/p>\n<p>Die Souver\u00e4nit\u00e4t der Bundesrepublik erscheint in diesem Licht betrachtet auch heute, nach \u201eVier plus zwei\u201c und \u201eZwei plus vier\u201c-Abkommen allzu h\u00e4ufig in einem seltsamen Zwielicht. Was da auch medial wie kolportiert wird, zumal nach Verh\u00e4ngung des NATO-Alarms am 12. September 2001 tr\u00e4gt viel zu Verunsicherung und Verdruss vieler Menschen bei.<\/p>\n<p>Wolf Reiser stellt denn auch unter dem bezeichnenden Titel \u201eTwo Riders were approaching: Der Anfang vom Ende der deutschen Medien\u201c<sup>20<\/sup> einen spannenden Insiderbericht gerade auch um die Ereignisse des 11. September 2001 herum zusammen. Was so in den Amtsstuben des Journalismus geschieht.\u00a0 Wie in anderen Amtsstuben auch. Aber die Medien sollen ja auch \u201evermitteln\u201c.<br \/>\nIrgendwie so im Rauschen zwischen &#8220;\u00d6ffentlichem&#8221; und \u201ePrivatem\u201c.<br \/>\nAnspruch und Wirklichkeit eben.<\/p>\n<p>Vieles von dieser tiefen Verunsicherung, die dann zu mehr und mehr Verdruss f\u00fchrt, ist auch als \u201eVertrauenskrise\u201c zu bezeichnen.<\/p>\n<p>Wem soll und kann man noch was glauben?<\/p>\n<p>Michael Thumann endet am 7. September 2018 eine Zeit-Kolumne mit dem Absatz:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Konferenz von Teheran steht f\u00fcr die gewaltige M\u00e4chteverschiebung in der Region. Das Sagen haben Russland und\u00a0Iran. Die T\u00fcrkei kann mitreden. Die Europ\u00e4er d\u00fcrfen appellieren und am Ende Euro gegen Einfluss tauschen. Und die USA? Es gab mal eine Teheraner Konferenz, da wurde die Welt neu aufgeteilt. Damals, 1943, waren die Amerikaner die entscheidende Macht. Heute werden sie noch nicht mal gefragt.\u201c <sup>21<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Warum verschweigt der Kolumnist den durch britische und US-Kr\u00e4fte gesteuerten Putsch gegen die erste frei und demokratisch gew\u00e4hlte Regierung des Iran 10 Jahre sp\u00e4ter, die Regierung Mossadegh 1953? Mossadegh, der damals die \u00d6lindustrie des Iran verstaatlichen wollte.<\/p>\n<p>Der Putsch und seine Folgen wirken im kollektiven Ged\u00e4chtnis der Iraner fort. Der Schah und seine pro-westliche Herrschaftsform. Die Entfremdung vieler Menschen von diesem Herrscher. Die iranische Revolution dann im Jahre 1979, eine Generation sp\u00e4ter. Der Hass auf die US auch im Zuge der religi\u00f6s motivierten Revolution und der Errichtung des grausamen Mullahregimes danach.<\/p>\n<p>Der historisch bewanderte Autor sollte auch wissen, dass durch alle Reihen der persischen Gesellschaft die Ereignisse nach 1953 tiefe Wunden hinterlassen haben.<\/p>\n<p>Wunden, deren Verschweigen in solchen Momenten zu Mitt\u00e4terschaft f\u00fchrt.<br \/>\nWunden, die so ignoriert werden und weiter schwelen.<br \/>\nSteht Ignoranz im Erbe der Aufkl\u00e4rung?<\/p>\n<p>Auch der 17. Jahrestag der Ereignisse vom 11. September 2001 l\u00e4uft relativ ereignislos in Deutschland und anderswo ab.<\/p>\n<p>Es ist ja alles gesagt worden. Alles ist \u201eaufgekl\u00e4rt\u201c.<\/p>\n<p>Der NIST-Report 2008 \u201ekl\u00e4rte\u201c ja auch den Einsturz von Geb\u00e4ude 7 des World Trade Centers an jenem denkw\u00fcrdigen Tage. Des dritten Hochhauses, das da am Big Apple in sich zusammenfiel. NIST ist das US-amerikanische Nationale Institut f\u00fcr Sicherheits-Standards. Geb\u00e4ude 7 fiel \u201eaufgrund der Folgen von B\u00fcrobr\u00e4nden\u201c. Ohne jemals von einem vergleichsweise kleinen Flugzeug getroffen worden zu sein.<\/p>\n<p>Zwei Flugzeuge. Drei eingest\u00fcrzte Hochh\u00e4user. Alles an einem Tag.<br \/>\nEin Tag, der weiterhin die Sicht auf viele Dinge in der Welt verdunkelt.<br \/>\nVerdunkeln und verschleiern soll?<sup>18<\/sup><\/p>\n<p>F\u00fcr Deutschland und Europa wird es \u00fcberlebenswichtig werden, die Zweifel Willy Brandts bei Unterzeichnung der \u201eUnterwerfungsbriefe\u201c weiter zu vertiefen.<\/p>\n<p>Einem unberechenbaren Partner erhobenen Hauptes gegen\u00fcberzutreten.<\/p>\n<p>Mit Entschlossenheit. Herz und Verstand. Mit dem Blick des Adlers und der Eleganz des Igels. Und der F\u00fcrsorge des Delfins. Und der Weisheit der Alten.<\/p>\n<p>Es geht ums nackte \u00dcberleben in \u201easymmetrischen Kriegen\u201c.<\/p>\n<p>Letztlich ist da alles Geschehen auf den Krieg \u201eReich gegen Arm\u201c zur\u00fcckzuf\u00fchren. Und da ist die Familie immer das N\u00e4chste, was Du verteidigst.<\/p>\n<p>Schwarz-wei\u00df denkt sich das Ganze aber leichter. Man glaubt, so die verworrene Lage besser erfassen zu k\u00f6nnen. In einem asymmetrischen Krieg jedoch gibt es keinen wirklichen Schutz. Zumal f\u00fcr Zivilisten. Einfache B\u00fcrger.<\/p>\n<p>Nur mit z\u00e4hen Verhandlungen und gegenseitigen Interessensausgleichen, die zu gemeinsamen Bem\u00fchungen f\u00fcr Vers\u00f6hnung und Wiederaufbau gef\u00fchrt werden, kann so ein Konflikt in einen zun\u00e4chst sehr engmaschig gesicherten \u201eFriedenszustand\u201c \u00fcberf\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Wer diesen Krieg ewig weiterf\u00fchren will, der verliert jedoch alle Glaub- und Vertrauensw\u00fcrdigkeit.<\/p>\n<p>Soweit sollte es aber nicht kommen.<br \/>\nUnter im Erbe der Aufkl\u00e4rung agierenden Partnern.<br \/>\nUnter an dieses Erbe ankn\u00fcpfen wollenden Partnern.<br \/>\nAuch zu Beginn des 18. Jahres nach dem 11. September 2001.<br \/>\nDes 17. + 28. Jahrestages des CIA-gesteuerten Putsches in Chile 1973.<br \/>\nUnd der vielen verheerenden Folgen dieser Ereignisse. \u00dcberall.<\/p>\n<p>Es ist an der Zeit, Verantwortung und Aufkl\u00e4rung wieder zusammenzuf\u00fchren.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eNicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils,<br \/>\nsondern wer dazu n\u00f6tigt.\u201c \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Niccolo Machiavelli <sup>22<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Auch wenn das stetige Drohen und Sch\u00fcren von Angst und Unsicherheit weitergehen soll: bald schon sollte sich zeigen, dass man Geld nicht essen kann. So wie es Stammes\u00e4lteste einer hohen Kultur mit klugem Instinkt schon einmal weis gesagt haben. Die Einsicht sollte vor Vertrocknen und Rodung des letzten Apfelbaumes kommen. Und sie wird kommen und sich verbreiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 4.08%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong>7.<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 95.92%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong><a id=\"a7\"><\/a>Bildung und (politische) Willensbildung: Sein und Werden<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Hans_Peter_Duerr.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"240\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Hans-Peter D\u00fcrr<sup>25<\/sup><\/p><\/div>\n<p>Ein anderer Friedensnobelpreistr\u00e4ger, der hier noch genannt werden soll,\u00a0 erhielt diesen in einer Gruppe. Im Jahr nach der Verleihung dieses Preises an Jassir Arafat, Schimon Peres und Jitzchak Rabin \u201ef\u00fcr ihre Anstrengungen zur L\u00f6sung des Nahostkonfliktes\u201c<sup>6<\/sup> erhielt J\u00f3zef Rotblat 1995 stellvertretend f\u00fcr die \u201ePugwash Conferences on Science and World Affairs\u201c<sup>22 <\/sup>\u201ef\u00fcr ihre Anstrengungen, die Rolle von Atomwaffen in der internationalen Politik zu verringern\u201c<sup>6<\/sup> diese \u201eAuszeichnung f\u00fcr besondere Verdienste in der Friedensarbeit\u201c<sup>6<\/sup>.<\/p>\n<p>Wie der \u201epolnische Physiker mit britischem Pass\u201c J\u00f3zef Rotblat war Hans-Peter D\u00fcrr als Mit-Initiator der Pugwash-Konferenzen zun\u00e4chst Kernphysiker. Als solcher war er in Berkeley Mitarbeiter von Edward Teller<sup>24<\/sup> und sp\u00e4ter Nachfolger von Werner Heisenberg als gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor des\u00a0Max-Planck-Instituts f\u00fcr Physik und Astrophysik in M\u00fcnchen. In den 1990er Jahren \u201ewandte er sich zunehmend von der theoretischen Physik ab und befasste sich mit\u00a0erkenntnistheoretischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen\u201c.<sup>25<\/sup><\/p>\n<p>Daneben erhielt Hans-Peter D\u00fcrr, der auch Mitglied des \u201eClub of Rome\u201c war und auch das \u201eGlobal Challenges Network\u201c &#8211; \u201eNetzwerk f\u00fcr weltweite Herausforderungen\u201c gr\u00fcndete 1987 den \u201ealternativen Nobelpreis\u201c.<\/p>\n<p>Bildung besteht im Wesentlichen aus Wissen und Erfahrung. Beide wachsen mit der Zeit. Und sie erfordern Foren zum Austausch. In allen Gebieten und auf allen Ebenen. Mit dem\u00a0entsprechenden Forschungs- und Studienschwerpunkt im Zentrum als aus einem soliden\u00a0Fundament herauswachsender Spitze. Einer Vertikale, eines Turmes, wie Hans-Peter D\u00fcrr sie als \u201eT-Intelligenz\u201c bezeichnet. Das umgekehrte T symbolisiert dabei nichts anderes als die \u201ebreite Basis von Allgemeinbildung\u201c und die darin verwurzelte \u201eSpitze von Spezialbildung\u201c.<\/p>\n<p>D\u00fcrr zeichnet damit ein Systemmodell \u201eklassischer Bildung\u201c auf und entwickelt die Begrifflichkeit der Gebr\u00fcder Alexander und Wilhelm Humboldt so weiter.<\/p>\n<p>Insofern sollte die Universit\u00e4tsbildung allen B\u00fcrgern aller Alterssparten offen stehen.<br \/>\nF\u00fcr viele \u00e4ltere Menschen k\u00f6nnte zudem die M\u00f6glichkeit zur Promotion als Auswertung manchen\u00a0Scheiterns am Auseinanderklaffen von Anspruch und Wirklichkeit in ihrem vorherigen Berufsleben sehr dienlich sein.<\/p>\n<p>Gerade auch, um so den\u00a0Diskurs zwischen den Generationen im Sinne eines \u201eStudium generalis\u201c\u00a0wie eines ebensolchen specialis wieder zu beleben. Und kommenden Generationen manches\u00a0R\u00fcstzeug auf den Weg zu geben.<br \/>\nSomit die Universit\u00e4t (wieder) zu einem Ort von Bildung im Sinne von Austausch von<br \/>\nWissen und Erfahrung weiter zu entwickeln.<\/p>\n<p>Wladimir Putin hat als einziger Politiker in diesem finsteren \u201eSpiel 3.Weltkrieg\u201c vor kurzem, im Juni 2018 die allgemein Albert Einstein zugeschriebene ber\u00fchmte Warnung zitiert:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIch bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte\u00a0Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten\u00a0Weltkrieg\u00a0werden sie mit St\u00f6cken und Steinen k\u00e4mpfen.\u201c <sup>26<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Dass Putin da genauso \u201eMachtpoker\u201c betreibt wie alle anderen in diesem schmutzigen Gesch\u00e4ft, das da \u201ePolitik\u201c, besonders in Kriegszeiten ist \u2013 das sollte jedem klar sein. Darum soll es hier auch gar nicht gehen.<\/p>\n<p>Einsteins Relativit\u00e4tstheorie betrachtet prim\u00e4r \u201edas ganz Gro\u00dfe\u201c. In diesem Zusammenhang: den Atomkrieg als \u201etotalen und finalen Krieg\u201c. Der dritte Weltkrieg jedoch ist ein Krieg, der da eher Heisenbergs Ann\u00e4herung an \u201edas\u00a0 ganz Kleine\u201c im Rahmen seiner Quantenmechanik entspricht: ein stetiges Z\u00fcndeln, das zudem der \u201eUnsch\u00e4rferelation\u201c folgend nur vage darstellbar ist. Ein Ereignis, besser eine Folge von vielen Ereignissen, die durch ihre digitale und informelle Distanz\u00fcberbr\u00fcckung als begrenzte Stellvertreterkriege auf Dauer angelegt aber \u00e4hnliche Zerst\u00f6rungskr\u00e4fte wie das finale gro\u00dfe Ereignis entwickeln.<\/p>\n<p>Unsch\u00e4rfe und Vielfalt der \u00dcberlagerungen von allen m\u00f6glichen Interessenskonflikten zeigen sich da in rei\u00dferischen, aber durchaus berechtigten \u00dcberschriften wie \u201eDas Gesetz des St\u00e4rkeren &#8211; Die Renaissance der Antike, verk\u00fcndet durch John Bolton gegen den Internationalen Strafgerichtshof\u201c \u2013 einem Kommentar von Jochen Mitschka: \u201eAber mit der neuesten \u00c4u\u00dferung von Sicherheitsberater Bolton, zerf\u00e4llt der letzte Schein von Rechtsstaatlichkeit auf internationaler Ebene. Es gilt wieder das \u201eNaturrecht\u201c, also das Recht des St\u00e4rkeren, das die Welt seit Urzeiten bestimmt. Aufkl\u00e4rung, Humanismus, UNO und V\u00f6lkerrecht werden entlarvt als Potemkinsche D\u00f6rfer.\u201c<sup>27<\/sup><\/p>\n<p>Die Berichte von 2013 \u00fcber Israels Vertragsabschluss mit einer im Eigentum von Robert Murdoch und Dick Cheney befindlichen Firma zur Erschlie\u00dfung von \u00d6lfeldern auf den Golanh\u00f6hen, also im mehr oder weniger \u201eannektierten Grenzgebiet\u201c zu Syrien<sup>28<\/sup> und noch mehr ein Bericht von Ende 2015, in dem Nafeez Ahmed in die Tiefe der Interessen westlicher Firmen aus der \u00d6lbranche zwischen 2010 und 2015 an syrischen \u00d6l- und Gasfeldern geht<sup>29<\/sup> weisen auf die vielen Interessenskonflikte dort im Schatten des Krieges hin. Nafeez Ahmed entlarvt aber auch den Druck westlicher \u00d6l-Magnaten, die in nicht \u00f6ffentlichen Dossiers eben auch sonst eher tabuisierte Peak-Oil-Szenarios offenlegen: \u00d6l wird kostbarer und teurer, weil die Erschlie\u00dfung neuer \u00d6lfelder entsprechend aufw\u00e4ndiger und kostspieliger wird. Milit\u00e4rische Mittel zur Eroberung eingeschlossen.<\/p>\n<p>Eine Rechnung, die Ahmed schon 2015 zum Scheitern verurteilt sieht.<sup>30<\/sup><\/p>\n<p>Die Debatte um einen m\u00f6glichen deutschen Kriegseintritt in Syrien entlarvt dann einmal mehr Ausweglosigkeit und Verlogenheit der Kriege im Nahen und Mittleren Osten: der westliche Betrachter, der schon im ersten Golfkrieg 1991 medial auf \u201egezielte Pr\u00e4zisionsschl\u00e4ge\u201c eingeschworen wurde, verzweifelt mehr und mehr an den Dingen. Auch J\u00f6rg Laus \u201eKriegsverweigerung\u201c kann da mit solchen S\u00e4tzen wie: \u201eUnd wie glaubw\u00fcrdig ist denn eigentlich eine Politik, die den Gebrauch einer besonders perfiden Terrorwaffe \u2013 Giftgas \u2013 ahndet, w\u00e4hrend viel mehr Menschen durch die Angriffe des syrischen Regimes mit primitiven Fassbomben umkommen?\u201c<sup>31 <\/sup>nicht wirklich \u00fcberzeugende Korrekturen an der Glaubw\u00fcrdigkeit von erster bis \u201evierter Macht\u201c<sup>32<\/sup> in Deutschland leisten.<\/p>\n<p>Was also tun?<\/p>\n<div style=\"width: 550px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Abschiebung_Fluechtlinge.jpg\" alt=\"\" width=\"540\" height=\"282\" \/><p class=\"wp-caption-text\">33<\/p><\/div>\n<p>Ein kurzes Portr\u00e4t der 69 an Horst S. 69. Geburtstag abgeschobenen Afghanen zeigt einmal mehr das Dilemma des verdr\u00e4ngten Krieges \u201eArm gegen Reich\u201c \/ \u201eKampf der Kulturen\u201c etc. unter einer Vielzahl falscher Flaggen.<\/p>\n<p>Insbesondere \u201ean der Heimatfront\u201c verwaltet von \u201eGefechtsfeldtouristen\u201c.<\/p>\n<p>Manche Stimmen sagen, dass der Afghanistan-Krieg Deutschland ver\u00e4ndert habe. Ein serbischer Freund von mir, den ich 2011, kurz nach meiner R\u00fcckkehr vom Hindukusch nach vielen Jahren wiedertraf, schilderte mir eine \u00e4hnliche Ohnmacht und Verzweiflung, die er versp\u00fcrt hatte seinerzeit im Jugoslawienkrieg. Die Ohnmacht angesichts der Verdr\u00e4ngung der Zerst\u00f6rung seiner Heimat hierzulande. Und mehr: der stetigen Kl\u00e4rung der Schuldfrage.<\/p>\n<p>Medial und bald auch beim \u201eFu\u00dfvolk\u201c.<br \/>\n\u201eSelber schuld\u201c. Die Serben, Ex-Jugoslawen, die Afghanen.<br \/>\nSo wie Hartz IV ler ja selber Schuld sind. Ein ewiger Stellvertreterkrieg.<br \/>\nOben gegen unten. Arm gegen Reich.<br \/>\nHauptsache, man selbst kann sich oben w\u00e4hnen.<\/p>\n<p>Ich glaube, es war 2013, als ein Freund hier mir die Nachricht eines Afghanen zutrug, der f\u00fcr deutsche Truppen als \u00dcbersetzer gearbeitet hatte. Sein Vater war von Taliban ermordet worden. Der junge Mann, gerade Vater geworden, hatte sich von seiner Familie abgesetzt, um sie zu sch\u00fctzen und war in Afghanistan unterwegs. Er bat um Unterst\u00fctzung f\u00fcr Asylantrag etc. Also versuchte ich, \u00fcber meine Kontakte in Kabul dies zu erreichen. Ein Deutscher, der nicht nur in der \u201edeutschen Community\u201c dort hoch geachtet ist und schon \u00fcber 40 Jahre im Land lebt und arbeitet antwortete mir, dass er keinen Zugang mehr zu den Festungen Botschaft und Konsulat habe.<\/p>\n<p>Als die \u201edeutsche Fl\u00fcchtlingskrise\u201c im Herbst 2015 kam, war ich sehr misstrauisch.<br \/>\n\u201eDeutschland\u201c wehrt sich \u201esehr erfolgreich\u201c gegen jede Ver\u00e4nderung.<sup>33<\/sup><\/p>\n<p>Einmal mehr: Was also tun?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!--nextpage-->\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 4.08%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong>8.<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 95.92%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong><a id=\"a8\"><\/a>Nachkriegsordnungen<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/George_C_Marshall.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"364\" \/><p class=\"wp-caption-text\">34<\/p><\/div>\n<p>Ein anderer Friedensnobelpreistr\u00e4ger offenbart da das ganze Dilemma zumal auch der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts: der 5-Sterne-General der US-Army und Staatsmann George C. Marshall erhielt den Preis 1953 f\u00fcr den nach ihm benannten Plan zum Wiederaufbau f\u00fcr die notleidenden V\u00f6lker Westeuropas nach dem 2. Weltkrieg.<\/p>\n<p>Einerseits folgte der Plan der geostrategischen Notwendigkeit, Westeuropa, insbesondere das zerst\u00f6rte Westdeutschland als \u201eFrontstaat f\u00fcr den Kalten Krieg\u201c zu gewinnen und wieder aufzubauen. Andererseits zog Marshall sich 1951 f\u00fcr immer aus der Politik zur\u00fcck, \u201enachdem er von Senator\u00a0Joseph McCarthy\u00a0(der in der nach ihm benannten\u00a0McCarthy-\u00c4ra\u00a0vielerorts Kommunisten am Werk w\u00e4hnte) als Verr\u00e4ter und \u201eHelfer der Kommunisten auf ihrem Weg zur Weltherrschaft\u201c verd\u00e4chtigt und beschimpft worden war\u201c.<sup>34<\/sup><\/p>\n<p>McCarthy, der ja ein Paranoiker sondergleichen \u2013 oder auch ein \u201efr\u00fcher Neocon\u201c war und so die Ehre des klugen und stolzen Generals zutiefst kr\u00e4nkte.<\/p>\n<p>1919 war es der Versailler Friedensvertrag, der nach Ende des 1. Weltkriegs eine \u201eneue Ordnung\u201c etablieren sollte. F\u00fcr Frankreich, die \u201eGrande Nation\u201c ist jener Krieg zwischen 1914 und 1918 auch immer noch \u201eLa Grand Guerre\u201c \u2013 \u201eder gro\u00dfe Krieg\u201c. Vielleicht, weil es die Revanche war f\u00fcr den verlorenen Krieg 1871 gegen den Erzrivalen in Europa, gegen Deutschland und seinen f\u00fchrenden Vertreter Preu\u00dfen?<\/p>\n<p>Die Reparationen, die das geschlagene Frankreich jedenfalls zwischen 1871 und 1914 zu zahlen hatte, waren durchaus urs\u00e4chlich f\u00fcr den Boom der \u201eGr\u00fcnderzeit\u201c \u00f6stlich des Rheins damals und eine tiefe Rezession westlich des wichtigsten Stroms in Mitteleuropa.<\/p>\n<div style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/John_Maynard_Keynes.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"249\" \/><p class=\"wp-caption-text\">35<\/p><\/div>\n<blockquote><p>\u201eDer englische \u00d6konom John Maynard Keynes war der Erste, der in seiner 1920 erschienenen und jetzt (2006) wieder aufgelegten Schrift\u00a0\u201eKrieg und Frieden\u201c\u00a0die \u201aKatastrophe nach der Katastrophe\u2019 (Dorothea Hauser) kommen sah.\u201c <sup>36<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn Keynes von der \u201eArroganz der Sieger\u201c sprach, dann meinte er prim\u00e4r den franz\u00f6sischen Premierminister Clemenceau, weniger aber dessen britischen Gegenpart Lloyd George. Er sprach gar von einem \u201eKarthago-Frieden\u201c.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDiese Qualifizierung geb\u00fchrt im 20. Jahrhundert eher dem im M\u00e4rz 1918 von der deutschen Heeresleitung der russischen Delegation unter Lew Trotzkij diktierten Friedensvertrag von Brest-Litowsk, der dem revolution\u00e4ren Russland ungleich h\u00e4rtere Verluste zuf\u00fcgte als der Friede von Versailles ein Jahr sp\u00e4ter dem Deutschen Reich.\u201c <sup>36<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Gerade in den enormen, den f\u00fcnf in Versailles abwesenden Kriegsverlierern Deutschland, \u00d6sterreich, Ungarn, Bulgarien und der T\u00fcrkei aufoktroyierten Reparationszahlungen indes sah Keynes \u201evor allem eine verpasste Chance, \u201adie Schwelle eines neuen Zeitalters\u2019 jenseits von nationalistischer Verhetzung, Militarismus und Imperialismus zu \u00fcberschreiten. Ihm ging es in den Pariser Verhandlungen \u2013 er geh\u00f6rte der britischen Delegation an \u2013 darum, nach dem verheerenden Krieg \u201adie Grundlagen des Lebens\u2019 in einem prophetisch als Einheit verstandenen Europa wiederherzustellen.\u201c<sup>36<\/sup><\/p>\n<p>Die Weltwirtschaftskrise 1929, die zunehmende Radikalisierung dann in Europa, insbesondere der Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland k\u00f6nnen also durchaus gemeinsam betrachtet werden mit diesem \u201everpassten Ausgleich\u201c nach dem ersten Weltkrieg. Keynes mahnte aber vergeblich.<\/p>\n<p>Wie die Geschichte uns schmerzhaft belehrte.<\/p>\n<p>Insofern ist eine Bewertung der jetzigen Situation unter manchen Gesichtspunkten alles andere als leicht. Zumal sich an vielen Orten eben auch globale und lokale Faktoren und ihre Verwerfungen \u00fcberlagern.<\/p>\n<p>Dennoch sind zumindest schemenhaft ganz wichtige \u201eEckpfeiler f\u00fcr Nachkriegsordnungen\u201c erkennbar:<\/p>\n<ul>\n<li>Global wirtschaftlich kann man davon ausgehen, dass wir sp\u00e4testens seit 2001 in einer stetigen Deflationskrise gefangen sind.<\/li>\n<li>Steuerungsmechanismen versagen dabei st\u00e4ndig oder werden im Krieg \u201eReich gegen Arm\u201c stetig instrumentalisiert.<\/li>\n<li>Der \u201eSt\u00f6rfall\u201c der Weltwirtschaftskrise 2008 bildet da keine Ausnahme.<\/li>\n<li>\u201eAusterit\u00e4t\u201c ist dabei gleichfalls ein \u201eMarktregulativ\u201c, das stetig im Sinne von \u201eReich gegen Arm\u201c instrumentalisiert wird. Insbesondere im Westen.<\/li>\n<li>Dadurch bedingt m\u00fcssen die Zivilbev\u00f6lkerungen global die wirtschaftlichen Folgen der Deflation, also der \u00f6konomischen Entwicklung an der Schwelle zu Inflation und Rezession stetig tragen.<\/li>\n<li>In Anbetracht der Tatsache, dass die Deflation \u00f6konomiegeschichtlich die Phase mit der gr\u00f6\u00dften in Kriegsgefahr m\u00fcndenden Unsicherheit ist, m\u00fcssen auch die Zivilbev\u00f6lkerungen vielerorts diese Kriegsgefahr bis hin zum wirklichen hei\u00dfen Krieg an ihrem jeweiligen Ort ertragen.<\/li>\n<li>Am Kriegsort Syrien \/ Naher Osten sind schon zwei unmittelbar beteiligte Frontstaaten von weitergehenden Folgen betroffen: die T\u00fcrkei und der Iran leiden zunehmend an (Hyper-)Inflation und damit zumal f\u00fcr die \u00e4rmeren Schichten der Zivilbev\u00f6lkerung bedrohlicher werdenden Risiken. Bis hin zum \u201eStaatsbankrott\u201c. Aber auch Aufst\u00e4nde bis hin zum B\u00fcrgerkrieg sind m\u00f6glich.<\/li>\n<li>Nur \u201ewahnsinnige Paranoiker\u201c \u2013 Neocons im Sinne von Marshalls Widersacher McCarthy und \u201earrogante Sieger\u201c in Keynes\u2019 Sinne werden da weiter Benzin ins Feuer sch\u00fctten.<\/li>\n<li>Derzeit beherrschen aber viele dieser Stimmen immer noch das Gewirr der Meldungen, das Frontverl\u00e4ufe und andere Propagandaschlachten ausk\u00e4mpft.<\/li>\n<li>Die Zeit f\u00fcr wirklich faire Nachkriegsverhandlungen ist noch nicht reif.<\/li>\n<li>Sie sollte aber bald kommen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ganz wichtig wird auch das Thema der \u201eBem\u00fchungen um Ausgleich und Verst\u00e4ndigung\u201c \u2013 und um \u201eIntegration von Kriegsgesch\u00e4digten\u201c sein.<\/p>\n<p>Wer oder was sind aber \u201eKriegsgesch\u00e4digte\u201c in einer solch un\u00fcbersichtlichen Gemengelage? \u201eFl\u00fcchtlinge\u201c. Nat\u00fcrlich. Aber nicht nur.<\/p>\n<p>Und auch der Begriff \u201eFl\u00fcchtling\u201c ist ja Stein des Ansto\u00dfes. Nicht aber Konsens-behaftet, um einvernehmliche L\u00f6sungen auf den Weg zu bringen.<\/p>\n<p>(siehe dazu auch <a href=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=4490\">Teil 6 hier)<\/a><\/p>\n<p>Beim \u00dcbergang vom \u201eNeoliberalismus\u201c zum \u201eNeo-Feudalismus\u201c sind die Kriegsschaupl\u00e4tze h\u00e4ufig \u201eVorreiter dieser Bewegung\u201c und \u201eSammelbecken vieler Gescheiterter\u201c von \u00fcberall her.<\/p>\n<p>In einem detaillierten Bericht vom Mai 2015 schildert Charles Lister, \u201eeine Art amerikanischer Sprecher der Jihadistengruppe\u00a0 Ahrar-al-Sham und Teil des in Washington DC basierten US-Thinktanks Brookings unter dem Titel<\/p>\n<p>\u201eWarum Assad verliert\u201c die bevorstehende Einnahme Idlibs.<sup>37<\/sup><\/p>\n<blockquote><p>\u201eEs handelt sich um einen der direktesten \u201eoffiziellen\u201c Berichte, die ich kenne, die direkte amerikanische Unterst\u00fctzung f\u00fcr al-Qaida in Syrien betreffend.<\/p>\n<p>Kein Wunder, dass die US sich nun mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen gegen die Wiedereroberung der Provinz durch die syrische Armee wehrt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>So kommentiert Islamwissenschaftler und Autor Albrecht Metzger diesen Artikel.<sup>38<\/sup><\/p>\n<p>&#8220;Daneben kenne ich viele Syrer, die mit Angst und gro\u00dfem Unbehagen das Wiedererstarken der Baath-Regierung durch den Gewinn des Krieges betrachten.<\/p>\n<p>Es ist sehr schwierig, diese komplizierten und tragischen Zusammenh\u00e4nge zu schlichten und die Konflikte beizulegen.<\/p>\n<p>Wie auch immer: ich werde nicht die Fortsetzung dieses Krieges unterst\u00fctzen, wie es Ziel der US und einiger ihrer Verb\u00fcndeter ist.\u201c<sup>38<\/sup> \u2013 f\u00e4hrt Albrecht Metzger weiter fort.<\/p>\n<p>Lister, der triumphierend in seinem Artikel die strategisch klugen Gewinne der \u201eRebellen\u201c in Idlib 2015 kommentiert, sagt auch:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eGute Planung alleine sicherte nicht diese Gewinne: die Operationen bezeugten auch eine weitaus verbesserte Koordination zwischen rivalisierenden Gruppen, von US-unterst\u00fctzten Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) zu moderat konservativen syrischen Islamisten, zu al-Qaida Verb\u00fcndeten Jabhat-al-Nusra und anderen unabh\u00e4ngigen Jihadistengruppen.\u201c <sup>37<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Lister spricht von der Planung der Einnahme Idlibs 2015 in der US-gef\u00fchrten Kommandozentrale im S\u00fcden der T\u00fcrkei und der generell von den Verb\u00fcndeten erleichterten Zusammenarbeit mit Jihadistengruppen und somit erleichterten Waffenlieferungen als wesentlich \u201eKriegsentscheidende Faktoren\u201c damals.<\/p>\n<p>Gab es 2015 mediale Aufschreie wegen der Gefahr f\u00fcr Zivilisten durch die Einnahme Idlibs durch die US und ihre islamistischen Verb\u00fcndeten? Bis hin zu al-Qaida?<\/p>\n<p>Eine lang anhaltende D\u00fcrre in Syrien vor 2011, die vielen Subsistenzwirtschaftlern: Kleinbauern, Fischern und H\u00e4ndlern die Lebensgrundlagen zur Ern\u00e4hrung der Familie raubten, steigende Brotpreise damals: es gibt viele existenzielle Gr\u00fcnde f\u00fcr die Aufst\u00e4nde seinerzeit, die sofort instrumentalisiert wurden.<\/p>\n<p>Wenn der Griff zur Waffe gew\u00e4hrleistet, dass Du selbst und die Familie nicht verhungert, dann werden auch hierzulande mehr zur Waffe greifen.<\/p>\n<p>Zumal, wenn Waffen bald leichter zu erhalten sind als Brot.<\/p>\n<p>Diktaturen und (S\u00f6ldner-)Armeen weisen insofern eine entscheidende Gemeinsamkeit auf: einige wenige kluge und gerissene \u201eStrippenzieher und Machthalter\u201c im Hintergrund nutzen da Not und Unbildung vieler auf die B\u00f6den der Tatsachen gedr\u00fcckter Menschen f\u00fcr ihre Ziele.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSyrien: Wohin mit 60.000 K\u00e4mpfern f\u00fcr einen islamistischen Staat?\u201c <sup>39<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>fragt Thomas Pany denn auch zu Recht. \u201eK\u00e4mpfer\u201c, \u201eTerroristen\u201c, \u201eRebellen\u201c?<\/p>\n<p>Das ganze Dilemma des \u201eKriegs gegen den Terror\u201c entlarvt sich hier. Und die v\u00f6llige Ausweglosigkeit des Krieges per se. Des Krieges, der mit zunehmender Dauer mehr Verrohung der Menschen bringt, mehr Opfer fordert. Der mehr der aktiven Teilnehmer, der neutral als \u201eK\u00e4mpfer\u201c bezeichneten zu \u201eTerroristen\u201c macht.<\/p>\n<p>Die nur noch schwer in eine \u201efriedliche Entwicklung\u201c<\/p>\n<p>in einer ebensolchen Gesellschaft \u201eintegrierbar\u201c sind.<\/p>\n<p>\u201eChancen\u201c und \u201eHerausforderungen\u201c sind im Frieden jedoch w\u00fcrdevoll umso schwerer zu erreichen. Und aufzubauen. Dennoch: wer sie vers\u00e4umt, der vers\u00e4umt auch den Frieden. Er oder sie kommt um manchen schweren Schritt nicht herum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 4.08%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong>9.<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 95.92%; vertical-align: top;\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><strong><a id=\"a9\"><\/a>Deutschland: \u201efalscher Frieden\u201c, \u201ewahrer Krieg\u201c oder \u2013 <\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 11pt;\"><strong>wie steht\u2019s um \u201edie W\u00fcrde des Menschen\u201c?<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Willy_Brandt_Portraet.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"463\" \/><p class=\"wp-caption-text\">40<\/p><\/div>\n<p>Zum Abschluss also einmal mehr Willy Brandt hier.<\/p>\n<p>Aber damals war die Welt eben noch klar. Die \u201eFrontverl\u00e4ufe\u201c im kalten Krieg waren schwarz-wei\u00df. Die Zusatzbestimmungen des 2+4 Vertrages und vieles mehr zeigen denn auch, wem oder was die Souver\u00e4nit\u00e4t eines wiedervereinigten Deutschlands geschuldet ist. Dennoch: auch Brandt handelte seinerzeit in Warschau nicht \u201edem Protokoll gem\u00e4\u00df\u201c. Und: was schreibt das Protokoll uns noch vor, wenn es offenkundig ist, dass \u201eWir\u201c nicht \u201edas Richtige\u201c, also eigentlich \u201eRechtsstaatlich Verankerte\u201c \u2013 oder \u201edem V\u00f6lkerrecht Entsprechende\u201c getan haben, um einen Krieg zu beenden?<\/p>\n<p>Alleine diese Fragen zeigen, wie d\u00fcnn das Eis ist, auf dem wir uns bewegen. Wie grau die \u201erechtliche Zone\u201c ist. Wie fatal denn auch die \u201eunbedingte B\u00fcndnistreue\u201c zu Partnern ist, die nicht mehr berechenbar und verl\u00e4sslich handeln. Und die in erster Linie uns damit mehr und mehr in Gefahr bringen. Uns und unsere Nachbarn.<\/p>\n<p>Vom Leid anderer V\u00f6lker auf und an den Schlachtfeldern des 3. Weltkriegs gar nicht zu reden.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich: die Schl\u00fcsselrolle Deutschlands und Ramsteins beim Drohnenkrieg.<sup>41<\/sup><\/p>\n<p>Gleichzeitig ein Hinweis auf die perfide verdeckten Qualit\u00e4ten der Kriegsf\u00fchrung in diesen Tagen. Als im Sommer 2009 das Swat-Tal in Pakistan von Taliban besetzt war, flogen \u00fcber meinen Arbeitsplatz in der Altstadt von Kabul viele \u201eseltsame Tiefflieger\u201c gen Osten. Vom US-St\u00fctzpunkt Bagram kamen diese Flugger\u00e4te nicht. Drohnen und der \u201eDrohnenkrieg\u201c waren noch kein \u00f6ffentlich debattiertes Thema. Wie viel \u201eKollateralschaden\u201c diese T\u00f6tungsmaschinen verursacht haben, das ist mir nicht bekannt. Es ist keinem wirklich bekannt. Auch wie viel \u201eTerror\u201c der solcherma\u00dfen gef\u00fchrte \u201eKrieg gegen den Terror\u201c verursacht hat: das wei\u00df keiner.<\/p>\n<p>(siehe dazu auch nochmals <a href=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=4490\">Teil 6 hier)<\/a><\/p>\n<p>Ein erkl\u00e4rter Frieden nach dem Krieg ist eine viel gr\u00f6\u00dfere Herausforderung als das ewige Weitermachen. Aber die W\u00fcrde des Menschen beginnt damit.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDiese \u201eW\u00fcrde\u201c eines Menschen ist der \u00e4u\u00dfere Ausdruck seiner Selbstachtung, also jener Haltung, \u201edie Menschen ihrem eigenen Menschsein gegen\u00fcber einnehmen, und die W\u00fcrde ist die Summe aller Verhaltensweisen, die bezeugen, dass ein Mensch sich selbst tats\u00e4chlich achtet.\u201c <sup>42<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Die W\u00fcrde des Menschen beginnt mit der Abkehr von L\u00fcgen und verdeckten Operationen, die anderen Menschen und ganzen V\u00f6lkern diese Achtung nehmen. L\u00fcgen und verdeckte Taten, die auch t\u00f6ten, um eigene Machtzirkel zu sichern.<\/p>\n<p>Die W\u00fcrde des Menschen ist die Basis allen Handelns und Nicht-Handelns.<br \/>\nUm Frieden zu erreichen bedarf es des klugen und gezielten Handelns. Jetzt.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr sind vielerlei Ma\u00dfnahmen erforderlich. Ma\u00dfnahmen, die hier und jetzt eingeleitet und zur Umsetzung gef\u00fchrt werden m\u00fcssen: Sei es die Gr\u00fcndung von \u201eSchulen f\u00fcr internationale und interkulturelle Entwicklungs-Zusammenarbeit\u201c, in denen die Menschen hier das R\u00fcstzeug \u2013 die Ausbildung erhalten sollten, die ihnen die M\u00f6glichkeit gibt, frei zu entscheiden, ob sie hier bleiben wollen oder \u2013 ob sie in ihre Heimat zur\u00fcckkehren und je nach dem auch mit uns ihr Land wieder aufbauen wollen.<sup>43<\/sup><\/p>\n<ul>\n<li>ein umfangreiches und damit einhergehend zwischen allen Beteiligten koordiniertes Aufbauprogramm f\u00fcr die kriegszerst\u00f6rten L\u00e4nder Syrien und Afghanistan, Jemen und Irak unter europ\u00e4ischer Vermittlung zwischen Russland und den US unter Beteiligung der lokalen M\u00e4chte Iran und T\u00fcrkei.<\/li>\n<li>Ein daran orientiertes Programm zur Erh\u00f6hung der Widerstandskr\u00e4fte der Menschen im Globalen S\u00fcden im Rahmen von \u201eAnpassungsvorg\u00e4ngen an drastische Klimaver\u00e4nderungen\u201c, die in den letzten Dekaden die Menschen und ihre Lebensorte gesch\u00e4digt haben.<\/li>\n<li>Ein \u201eEurop\u00e4isches Programm f\u00fcr Sanierung und Ausbau von Infrastrukturen\u201c, das auch bei uns die Lebensorte der Menschen den Anforderungen des 21. Jahrhunderts beispielhaft anpasst. Und somit Entwicklungspotentiale auch f\u00fcr andere Orte darlegt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um Frieden zu erreichen bedarf es des klugen und gezielten Handelns. Jetzt.<\/p>\n<p>Ausbremsen und Aussitzen kann und darf man dies nicht. Wer das macht, gef\u00e4hrdet Europa und seine Menschen genauso wie die Menschen an den Kriegsschaupl\u00e4tzen. Wer das macht, z\u00fcchtet wider besseren Wissens und Gewissens mehr Unrecht und mehr Terrorismus und gef\u00e4hrdet somit seine Schutzbefohlenen: die Zivilbev\u00f6lkerung. Unbescholtene B\u00fcrger. Hier wie dort.<\/p>\n<p>Insofern sollte erwogen werden, gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Amtsenthebungsverfahren wegen fortlaufender Unterst\u00fctzung von Angriffskriegen einzuleiten. Schon 2003, zu Beginn des Irak-Krieges \u201everteidigte Merkel den amerikanisch-britischen Angriff ausdr\u00fccklich als unumg\u00e4ngliche Schadens-begrenzung.\u201c<sup>44 <\/sup>Auch die Aussage einer Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes jetzt, dass der Attent\u00e4ter vom Breitscheidplatz von ihrer Beh\u00f6rde \u00fcberwacht wurde, l\u00e4sst nicht nur auf den im Kreuzfeuer stehenden Chef dieser Beh\u00f6rde, H.G. Maa\u00dfen ein ung\u00fcnstiges Licht fallen.<sup>45<\/sup> Inzwischen ist Maa\u00dfen ja in postdemokratischer Manier, in der alle Themen bis zum Erbrechen wiedergek\u00e4ut und dann dem Plebs die faulen Kompromisse vor den Weidenzaun in die Tr\u00e4nke gesch\u00fcttet werden zuerst zum Staatssekret\u00e4r in Seehofers Innenministerium wegbef\u00f6rdert und dann nach vielen Protesten von Seiten des Stimmviehs zum \u201eSonderberater im Innenministerium\u201c gek\u00fcrt worden. \u201eThe torture never stops\u201c, wie Frank Zappa Ende der 1960er sang. Die ganze abgestandene Br\u00fche in der Tr\u00e4nke wird noch mehr \u201eStimmvieh\u201c ihr \u201eHeil in der AFD suchen&#8221; lassen.<\/p>\n<p>Seehofer und Maa\u00dfen sind Variablen. Verantwortlich ist die Kanzlerin. F\u00fcr viele Gesetzesverst\u00f6\u00dfe. Eine solche, ihre Politik steht bereits weit ab vom Grundgesetz und allem, wozu der Amtseid eines Bundeskanzlers oder einer Kanzlerin diesen oder diese verpflichtet. Alleine das Gedenken an solche ehrenhaften Staatsm\u00e4nner wie Willy Brandt \u2013 M\u00e4nner, die sich aber auch als Teil einer Gesellschaft von Menschen aller sozialen und ethnischen Herkunft gesehen haben, sollte Demokraten in einem in Europa verwurzelten Deutschland dazu veranlassen, eine Verfassungsklage gegen eine Regierungschefin einzuleiten, die Vasallentreue zu unberechenbaren Partnern \u00fcber den Schutz der eigenen Bev\u00f6lkerung stellt.<\/p>\n<p>Und das nicht erst seit gestern.<\/p>\n<p>Auch wenn diese Initiative, dieser Apell wie so vieles ausgebremst und zerst\u00f6rt oder irgendwie mundtot gemacht und verw\u00e4ssert wird, der Verfasser hier gleich mit: Irgendwie muss es doch Mittel und Wege geben, den Himmelschreienden Grausamkeiten und Dummheiten des 3. Weltkrieges ein Ende zu bereiten. Oder?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a id=\"a10\"><\/a>Anmerkungen und Bildquellen:<\/p>\n<ol>\n<li>Ein Video und Bildquelle zu Willy Brandts Kniefall in Warschau,vor dem Mahnmal am Warschauer Ghetto:<br \/>\n<a title=\"\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hguYEbpwVZU\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hguYEbpwVZU<\/a><\/li>\n<li>Hier das Video der Gedenkzeremonie und zu Barack Obamas Rede in Hiroshima: <a title=\"\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gpanCic7OTU\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gpanCic7OTU<\/a><\/li>\n<li>Bildquelle: Video der Umarmung Obamas eines \u00dcberlebenden des Atombombenabwurfes durch die US-Air Force am 6. August 1945:<br \/>\n<a title=\"\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4Ey89C05FOw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4Ey89C05FOw<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vJE8aRZA1m4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vJE8aRZA1m4<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/L%C3%AA_%C4%90%E1%BB%A9c_Th%E1%BB%8D\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/L%C3%AA_%C4%90%E1%BB%A9c_Th%E1%BB%8D<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Friedensnobelpreistr%C3%A4ger#2001%E2%80%932010\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Friedensnobelpreistr%C3%A4ger#2001%E2%80%932010<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/medium.com\/@rebeccaposselt\/the-forgotten-war-in-yemen-interview-with-yemeni-abdulhak-raja-7e28df2cf649\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/medium.com\/@rebeccaposselt\/the-forgotten-war-in-yemen-interview-with-yemeni-abdulhak-raja-7e28df2cf649<\/a> und ein Bericht von Middle East Eye, einem Korrespondentenportal, dessen Rechtsstandort mit England und Wales angegeben ist \u00fcber die Verkn\u00fcpfungen zwischen \u201edem Westen\u201c und al-Qaida, insbesondere da auch im Kampf gegen alles, was sich da gegen die Invasion der Saudis wehrt im Jemen: <a title=\"\" href=\"https:\/\/www.middleeasteye.net\/columns\/are-us-and-uk-empowering-al-qaeda-yemen-1513529836\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.middleeasteye.net\/columns\/are-us-and-uk-empowering-al-qaeda-yemen-1513529836<\/a><br \/>\n(Danke einmal mehr, Manfred Hulverscheidt)<\/li>\n<li>Elke Dangeleit wagt auf \u201eHeise telepolis\u201c schon am 20. August 2018 einen umfassenderen Ausblick auf die bevorstehenden Ereignisse in und um die letzte Enklave von ISIS und anderen Widerstandsgruppen in Syrien:<br \/>\n<a title=\"\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Idlib-Naechster-Krisenherd-4141556.html?seite=all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Idlib-Naechster-Krisenherd-4141556.html?seite=all<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.csis.org\/analysis\/losing-winning-americas-wars-afghanistan-iraq-and-syria\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.csis.org\/analysis\/losing-winning-americas-wars-afghanistan-iraq-and-syria<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Michail_Sergejewitsch_Gorbatschow#\/media\/File:Michail-Gorbatschow.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Michail_Sergejewitsch_Gorbatschow#\/media\/File:Michail-Gorbatschow.jpg<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.thefamouspeople.com\/profiles\/images\/ahmad-shah-massoud-1.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.thefamouspeople.com\/profiles\/images\/ahmad-shah-massoud-1.jpg<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ahmad_Schah_Massoud\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ahmad_Schah_Massoud<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/heikegroos.wordpress.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/heikegroos.wordpress.com\/<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2009\/45\/Willemsen-Groos-45\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.zeit.de\/2009\/45\/Willemsen-Groos-45<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=16BtpSCufU0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=16BtpSCufU0<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ANNhzJlHJFc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ANNhzJlHJFc<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=edicDsSwYpk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=edicDsSwYpk<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.ae911truth.org\/news\/478-from-widgery-to-washington-a-bloody-sunday-family-member-s-perspective-on-9-11\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ae911truth.org\/news\/478-from-widgery-to-washington-a-bloody-sunday-family-member-s-perspective-on-9-11<\/a> und <a title=\"\" href=\"https:\/\/www.ae911truth.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ae911truth.org\/<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2009\/21\/D-Souveraenitaet\/komplettansicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.zeit.de\/2009\/21\/D-Souveraenitaet\/komplettansicht<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Two-Riders-were-approaching-Der-Anfang-vom-Ende-der-deutschen-Medien-4158735.html?seite=all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Two-Riders-were-approaching-Der-Anfang-vom-Ende-der-deutschen-Medien-4158735.html?seite=all<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2018-09\/syrien-krieg-konferenz-teheran-idlib-russland-baschar-al-assad\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2018-09\/syrien-krieg-konferenz-teheran-idlib-russland-baschar-al-assad<\/a><\/li>\n<li>\u201eDer 100. Affe \u2013 Das Pl\u00e4doyer gegen den Atomwahn\u201c, Ken Keyes jr., \u00a9 1983 Felicitas H\u00fcbner Verlag, Waldeck-Dehringhausen.<\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pugwash_Conferences_on_Science_and_World_Affairs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pugwash_Conferences_on_Science_and_World_Affairs<\/a><\/li>\n<li>Edward Teller ist als \u201eErfinder der Wasserstoffbombe\u201c auch eine Kernfigur in Heinar Kipphardts szenischer Aufarbeitung der Prozesse in der McCarthy \u00c4ra in den 1950er Jahren gegen f\u00fchrende Vertreter der Entwicklung von Atom- und Wasserstoffbombe und deren \u201ekommunistische Umtriebe\u201c: \u201eIn der Sache J.Robert Oppenheimer\u201c. In erster Linie jedoch geht es dabei um den Konflikt zwischen (angewandter und letztlich in der Zerst\u00f6rung von Hiroshima und Nagasaki endender Natur-) Wissenschaft und Ethik:<br \/>\n<a title=\"\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/heiner-kipphardts-in-der-sache-j-robert-oppenheimer-wird-in.871.de.html?dram:article_id=124933\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/heiner-kipphardts-in-der-sache-j-robert-oppenheimer-wird-in.871.de.html?dram:article_id=124933<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hans-Peter_D%C3%BCrr\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hans-Peter_D%C3%BCrr<\/a><\/li>\n<li>Das Video mit Putin hier: <a title=\"\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rI_bODlawNw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rI_bODlawNw<\/a><br \/>\nund das Einstein zugeschriebene Zitat z.B. hier:<br \/>\n<a title=\"\" href=\"http:\/\/topweisheitensprucheundzitate.blogspot.com\/2016\/11\/zitat-albert-einstein-3-weltkrieg.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/topweisheitensprucheundzitate.blogspot.com\/2016\/11\/zitat-albert-einstein-3-weltkrieg.html<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-Gesetz-des-Staerkeren-4162021.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-Gesetz-des-Staerkeren-4162021.html<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.com\/israel-grants-golan-heights-oil-license-2013-2?IR=T\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.businessinsider.com\/israel-grants-golan-heights-oil-license-2013-2?IR=T<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/medium.com\/insurge-intelligence\/western-firms-plan-to-cash-in-on-syria-s-oil-and-gas-frontier-6c5fa4a72a92\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/medium.com\/insurge-intelligence\/western-firms-plan-to-cash-in-on-syria-s-oil-and-gas-frontier-6c5fa4a72a92<\/a><\/li>\n<li>Zum Umgang denn auch des Establishments mit \u201ePeak Oil\u201c: The Quest: Energy, Security, and the Remaking of the Modern World. Penguin Press, 2011; <a title=\"\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Daniel_Yergin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Daniel_Yergin<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/38\/syrien-giftgas-deutschland-beteiligung-luftschlaege-baschar-al-assad\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.zeit.de\/2018\/38\/syrien-giftgas-deutschland-beteiligung-luftschlaege-baschar-al-assad<\/a><\/li>\n<li>Ein Hinweis auf Dirk C. Flecks Interviews mit Spitzenjournalisten aus dem Jahre 2011 mit dem Titel \u201eDie Vierte Macht\u201c kann und darf hier einfach nicht vergessen werden. Ein gro\u00dfartiges und wegweisendes Werk. Wie so vieles, was Dirk geschrieben und geleistet hat: <a title=\"\" href=\"https:\/\/www.dirk-c-fleck.de\/de\/die-vierte-macht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.dirk-c-fleck.de\/de\/die-vierte-macht<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/38\/asylpolitik-abschiebung-fluechtlinge-afghanistan-horst-seehofer\/komplettansicht\">https:\/\/www.zeit.de\/2018\/38\/asylpolitik-abschiebung-fluechtlinge-afghanistan-horst-seehofer\/komplettansicht<\/a> Kurz nach meiner Kommentierung wurde der Artikel von Zeit-Online auf den \u201eBezahlmodus\u201c Z+ umgestellt.<\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/George_C._Marshall\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/George_C._Marshall<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/John_Maynard_Keynes\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/John_Maynard_Keynes<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2006\/35\/P-Keynes\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.zeit.de\/2006\/35\/P-Keynes<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.brookings.edu\/opinions\/why-assad-is-losing\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.brookings.edu\/opinions\/why-assad-is-losing\/<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/albrecht.metzger.1\/posts\/10156452734446136?__tn__=-R\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.facebook.com\/albrecht.metzger.1\/posts\/10156452734446136?__tn__=-R<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Syrien-Wohin-mit-60-000-Kaempfern-fuer-einen-islamistischen-Staat-4165083.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Syrien-Wohin-mit-60-000-Kaempfern-fuer-einen-islamistischen-Staat-4165083.html<\/a><\/li>\n<li>Bundesarchiv, B 145 Bild-F057884-009 \/ Engelbert Reineke \/ CC-BY-SA3.0, gefunden bei Claudio Sozzani, Grazie!<\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.ramstein-kampagne.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ramstein-kampagne.eu\/<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"http:\/\/www.bpb.de\/politik\/extremismus\/rechtsextremismus\/41277\/dass-auschwitz-sich-nie-wiederhole-?p=all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.bpb.de\/politik\/extremismus\/rechtsextremismus\/41277\/dass-auschwitz-sich-nie-wiederhole-?p=all<\/a> Danke hier einmal mehr an Albrecht Metzger.<\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"http:\/\/www.anyupae.com\/deutsch\/s-i-n-i-c-c-o-l-schulen-f%C3%BCr-entwicklungs-zusammenarbeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.anyupae.com\/deutsch\/s-i-n-i-c-c-o-l-schulen-f%C3%BCr-entwicklungs-zusammenarbeit\/<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/cdu-csu-merkel-verteidigt-irak-krieg-189806.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/cdu-csu-merkel-verteidigt-irak-krieg-189806.html<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\" href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article215322241\/Verfassungsschutz-Mitarbeiterin-Anis-Amri-wurde-ueberwacht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article215322241\/Verfassungsschutz-Mitarbeiterin-Anis-Amri-wurde-ueberwacht.html<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=4559&amp;wp_email_popup=1\" onclick=\"email_popup(this.href); return false;\"  title=\"Beitrag versenden\" rel=\"nofollow\">Beitrag versenden<\/a>\n<p class=\"wpf_wrapper\"><a class=\"print_link\" href=\"\" target=\"_blank\">Drucken<\/a><\/p><!-- .wpf_wrapper --><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_4559 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_4559')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_4559').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\",\"action\":\"recommend\",\"language\":\"de_DE\"},\"twitter\":{\"reply_to\":\"\",\"tweet_text\":\"%20%E2%80%9EGl%C3%BCckliche%20Gegenwarten%21%E2%80%9C%20%C2%BB%20Nachdenken%20in%20M%C3%BCnchen%20...\",\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"},\"gplus\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\",\"referrer_track\":\"\"}},\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. N\\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\\\/em>.\",\"settings_perma\":\"Dauerhaft aktivieren und Daten\\u00fcber-tragung zustimmen:\",\"info_link\":\"http:\\\/\\\/www.heise.de\\\/ct\\\/artikel\\\/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html\",\"uri\":\"https:\\\/\\\/nachdenken-in-muenchen.de\\\/?p=4559\",\"post_id\":4559,\"post_title_referrer_track\":\"%E2%80%9EGl%C3%BCckliche+Gegenwarten%21%E2%80%9C\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum zwei fr\u00fch mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Regierungschefs so unterschiedlich wirkten. Und was das \u00fcber \u201eunsere Zeit\u201c\u00a0(!?) aussagt. Epilog und Synopsis &#8211; \u201ePost-Neoismen 7\u201c (Teil 6 hier) von Stefan Frischauf F\u00fcr G.R., S.G.P. und S.A.P und meine Eltern &nbsp; 1. Die Gegenwart ist \u00fcberm\u00e4chtig. In ihrer Verdr\u00e4ngung. Von Vergangenheit. Und Zukunft. Von Sein. Und Werden. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[3,4,5],"tags":[515,65,69,133,522,165,174,516,416],"coauthors":[350],"class_list":["post-4559","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-demokratie","category-gesellschaft","category-krieg-und-frieden","tag-afghanistan","tag-fluchtursachen","tag-frieden","tag-neoliberalismus","tag-nobelpreis","tag-syrien","tag-ukraine","tag-weltkrieg","tag-weltordnung"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4UEhA-1bx","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4559","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4559"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4559\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4559"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4559"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4559"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcoauthors&post=4559"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}