{"id":449,"date":"2014-08-08T08:21:16","date_gmt":"2014-08-08T07:21:16","guid":{"rendered":"http:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=449"},"modified":"2014-08-08T08:21:16","modified_gmt":"2014-08-08T07:21:16","slug":"3-fragen-zur-energiewende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=449","title":{"rendered":"3 Fragen zur Energiewende"},"content":{"rendered":"<p>Die Lobbyisten der gro\u00dfen Energiekonzerne betreiben ein gutes Gesch\u00e4ft. Sie wollen die Energiewende verhindern.<\/p>\n<p>Wir fragen:<br \/>\n1) Wandern Unternehmen aus Deutschland ab wegen der hohen Energiepreise?<br \/>\n2) Ist die Energiewende f\u00fcr h\u00f6here Gaspreise verantwortlich?<br \/>\n3) Brauchen wir wirklich mehr Kohlekraftwerke?<\/p>\n<p>Claudia Kemfert beantwortet diese h\u00e4ufig gestellten Fragen zur Energiewende. Sie ist \u201eLeiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung und Professorin f\u00fcr Energie\u00f6konomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance in Berlin. Sie gilt als Wirtschaftsexpertin auf den Gebieten Energieforschung und Klimaschutz.\u201c (Quelle: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Claudia_Kemfert\" target=\"_blank\">Wikipedia<\/a>)<\/p>\n<p>Ihr Artikel &#8220;Gegen den Wind&#8221; erschien am 5.8.2014 in der S\u00fcddeutschen Zeitung mit dem Untertitel: &#8220;Warum deutsche Unternehmen so oft die Energiewende schlechtmachen und warum man nicht auf sie h\u00f6ren sollte.&#8221;<!--more--><\/p>\n<p>1) Wandern Unternehmen aus Deutschland ab wegen der hohen Energiepreise?<\/p>\n<p>\u201e \u2026 Wenn ein Konzern behauptet, er m\u00fcsse \u201ewegen der hohen Strompreise&#8221; abwandern, dann zeigt die Konzernf\u00fchrung damit allerh\u00f6chstens strategische Ignoranz den wahren Problemen gegen\u00fcber \u2013 oder f\u00e4hrt ein raffiniertes Ablenkungsman\u00f6ver. Fakt ist: Stromkosten machen im Schnitt etwa drei Prozent des Unternehmensumsatzes aus. Andere Kosten sind deutlich h\u00f6her. Einzelne \u2013 energieintensive \u2013 Unternehmen haben in der Tat hohe Energiekosten; genau die sind aber umfassend von nahezu allen politisch motivierten Zahlungen ausgenommen: der \u00d6kosteuer, dem Emissionsrechtehandel und nicht zuletzt von den Zahlungen des EEG. Gerade diese Unternehmen profitieren zudem von den aktuellen, historisch niedrigen Strompreisen an der B\u00f6rse. \u2026\u201c<\/p>\n<p>2) Ist die Energiewende f\u00fcr h\u00f6here Gaspreise verantwortlich?<\/p>\n<p>\u201e \u2026 Dass ausgerechnet die BASF keine Gelegenheit ausl\u00e4sst, die Energiewende f\u00fcr \u00fcberh\u00f6hte Gaspreise verantwortlich zu machen (obwohl die Gaspreise nun wirklich nichts mit der Energiewende zu tun haben), ist besonders absurd. Nicht nur weil der Chemiekonzern als Zulieferer der \u00d6ko-Energiebranche in hohem Ma\u00df von der Energiewende profitiert, sondern auch weil die BASF selbst f\u00fcr hohe Gaspreise in Deutschland mitverantwortlich ist: Der Konzern aus Ludwigshafen ist n\u00e4mlich am North-Stream-Konsortium beteiligt, jener Ostsee-Pipeline, durch die Gas von Russland nach Deutschland transportiert wird. Um den kostspieligen Bau der Pipeline f\u00fcr Investoren lukrativ zu machen, haben die wirtschaftlich Beteiligten mit den Abnehmern auf einen sehr langen Zeitraum Vertr\u00e4ge geschlossen. Darin festgelegt: die Gaspreise! Diese heute als \u201ezu teuer&#8221; zu brandmarken, ist zwar richtig; nur die Ursache liegt eben nicht in der Energiewende. \u2026\u201c<\/p>\n<p>3) Brauchen wir wirklich mehr Kohlekraftwerke?<\/p>\n<p>\u201e \u2026 Weil man den erneuerbaren Energien in der Vergangenheit nicht zugetraut hatte, die sogenannte Grundsicherung zu leisten, hat man gesetzlich verankert, dass ein Teil der Kraftwerke nicht abgeregelt werden, sondern das ganze Jahr \u00fcber, Tag und Nacht ohne Drosselung durchlaufen. Das f\u00fchrt im Zusammenspiel mit den \u00fcberaus leistungsstarken \u00d6ko-Energien zu einem massiven Strom-Angebots\u00fcberschuss \u2013 gerade dann, wenn viel Sonne und Wind da ist. Eine Reduzierung der Kohlekraft w\u00e4re deswegen im Sinne der politisch gewollten Energiewende sinnvoll und aufgrund der \u00dcbersch\u00fcsse im Strommarkt leicht m\u00f6glich. Doch die alten CO<sub>2<\/sub>-Schleudern arbeiten weiter \u2013 angeblich aus technischen, aber vor allem aus Kostengr\u00fcnden \u2013, je niedriger die Preise, desto mehr Ware muss eben auf den Markt kommen. Kohlestrom verk\u00e4me zum Ramschprodukt, w\u00fcrden nicht politische Rahmenbedingungen den Niedergang hinausz\u00f6gern. \u2026\u201c<\/p>\n<p>Quellen: <a href=\"http:\/\/www.claudiakemfert.de\/\">Claudia Kemfert<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.471846.de\">DIW<\/a><\/p>\n<p class=\"wpf_wrapper\"><a class=\"print_link\" href=\"\" target=\"_blank\">Drucken<\/a><\/p><!-- .wpf_wrapper --><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_449 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_449')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_449').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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