{"id":3949,"date":"2017-10-30T19:43:50","date_gmt":"2017-10-30T18:43:50","guid":{"rendered":"http:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=3949"},"modified":"2017-10-30T19:44:45","modified_gmt":"2017-10-30T18:44:45","slug":"tribut-konzerne-am-tropf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=3949","title":{"rendered":"Tribut: Konzerne am Tropf"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 224px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/mediashop.at\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/f5d9737a1c5db8591f72c50c76057170.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"mfp-img\" src=\"http:\/\/mediashop.at\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/f5d9737a1c5db8591f72c50c76057170.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"304\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\"><a title=\"\" href=\"http:\/\/mediashop.at\/buecher\/chaos-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/mediashop.at\/buecher\/chaos-2\/<\/a><\/p><\/div>\n<p>Der Neoliberalismus zeichnet sich aus durch die Devise, je weniger Staat und je mehr Markt, desto besser.\u00a0 F\u00fcr die gro\u00dfen Firmen allerdings gilt das nicht.\u00a0 Die Konzerne werden st\u00e4ndig mit vielen staatlichen Subventionen unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Fabian Scheidler \u00fcberschreibt in seinem Buch &#8220;CHAOS. Das neue Zeitalter der Revolutionen&#8221;, erschienen im Promedia Verlag, das\u00a0 Kapitel, in dem er mehrere Beispiele staatlicher Subventionspolitik nennt, mit &#8220;Tribut&#8221;. Damit bezeichnet er Leistungen der Staaten zugunsten der &#8220;Konzerne am Tropf&#8221;.<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fossile Industrie<\/strong><\/p>\n<p>Die Erd\u00f6l-, Erdgas- und Kohleindustrie wird j\u00e4hrlich mit rund 500 Mrd Dollar subventioniert. Dabei sind nicht eingerechnet die verursachten Sch\u00e4den durch den Klimawandel.<\/p>\n<blockquote><p>Auch nicht ber\u00fccksichtigt sind die Kosten f\u00fcr die Kriege um Erd\u00f6l und die milit\u00e4rische Sicherung von Pipelines und Tankerrouten, die ebenfalls aus Steuergeldern bestritten werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Scheidler bezieht sich auf folgende Quellen:<\/p>\n<ol>\n<li>Internationale Energieagentur (IEA): <a title=\"\" href=\"http:\/\/www.iea.org\/weo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">World Energy Outlook 2015<\/a><\/li>\n<li>Joesph E. Stiglitz, LInda J. Bilmes: Die wahren Kosten des Krieges: Wirtschaftliche und politische Folgen des Irak-Konflikts, M\u00fcnchen 2008<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Automobilindustrie<\/strong><\/p>\n<p>Wenn die wahren Kosten des Erd\u00f6ls auf die Benzinpreise umgelegt w\u00fcrden, die Branche k\u00f6nnte nicht \u00fcberleben, Autofahren w\u00e4re nicht bezahlbar.<\/p>\n<blockquote><p>Der Bau und Unterhalt von Stra\u00dfen verschlingt au\u00dferdem in allen L\u00e4ndern der Erde weit mehr Geld, als durch Kfz-Steuern eingenommen wird &#8211; eine billionenschwere Subvention, die der Autoindustrie einen entscheidenden Vorteil gegen\u00fcber dem Schienenverkehr verschafft.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Abwrackpr\u00e4mie nach der Finanzkrise hat in Deutschland 5 Mrd Euro gekostet. Umweltsch\u00e4den und Unf\u00e4lle \u00fcbersteigen bei uns die Auto-bezogenen Steuern und Geb\u00fchren um 59 Mrd Euro. 80 Mrd Dollar hat den amerikanischen Steuerzahler die Rettung von GM, Ford und Chrysler gekostet.<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ol>\n<li>Umweltbundesamt: Daten zum Verkehr, Dessau 2012<\/li>\n<li>Rettung von <a title=\"\" href=\"https:\/\/www.thebalance.com\/auto-industry-bailout-gm-ford-chrysler-3305670\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">GM, Ford und Chrysler<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Flugzeugbranche<\/strong><\/p>\n<p>Fast ausschlie\u00dflich die Steuerzahler finanzieren den Bau der Flugh\u00e4fen. Alleine der Bau des Flughafens BER hat bereits 5 Mrd Euro gekostet. Flugbenzin wird nicht versteuert. Der Flugverkehr wird bei den Klimaverhandlungen nicht betrachtet. Airlines werden mit Steuergeldern gerettet.<\/p>\n<blockquote><p>Die Flugzeugbranche produziert den am schnellsten wachsenden Anteil an Treibhausgasen und bezahlt f\u00fcr die daraus folgenden Sch\u00e4den nichts.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle:<\/p>\n<ul>\n<li>Boeing ist weltweit <a title=\"\" href=\"https:\/\/www.goodjobsfirst.org\/subsidizingthecorporateonepercent\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Spitzenreiter der Subventionsempf\u00e4nger<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Gro\u00dfbanken<\/strong><\/p>\n<p>Fast alle Gro\u00dfbanken sind 2008 mit Steuergeldern in Billionenh\u00f6he gerettet worden, in Deutschland hat das den Steuerzahler etwa 60 Mrd Euro gekostet. Soviel geben wir f\u00fcr alle deutschen Schulen in Summe aus.<\/p>\n<blockquote><p>Auch die angeblichen &#8220;Rettungspakete f\u00fcr Griechenland&#8221; dienten, \u00fcber den Umweg der griechischen Staatskasse, fast ausschlie\u00dflich der Bankenrettung, bei den griechischen B\u00fcrgern ist davon so gut wie nichts angekommen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ol>\n<li>Harald Schumann, die Herrschaft der Superreichen, in: Bl\u00e4tter f\u00fcr deutsche und internationale Politik, Dezember 2016<\/li>\n<li>Handelsblatt, 3.5.2016<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Zentralbanken<\/strong><\/p>\n<p>Neun Billionen Dollar haben die Zentralbanken seit 2008 in die M\u00e4rkte gepumt, Empf\u00e4nger waren die privaten Banken. 80 Mrd Euro hat allein die EZB f\u00fcr den Ankauf von Aktien ausgegeben, damit die Aktienwerte k\u00fcnstlich nach oben getrieben.<\/p>\n<blockquote><p>Ein einziger Monat aus dem EZB-Wertpapier-Programm h\u00e4tte gen\u00fcgt, um die Schuldenkrise Griechenlands zu l\u00f6sen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ol>\n<li>Stephan Kaufmann: Die Billionenbombe, Berliner Zeitung, 2.5.2017<\/li>\n<li>Harald Schumann im Interview mit <a title=\"\" href=\"http:\/\/kontext-tv.de\/de\/node\/2712\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kontext TV<\/a>, 13.8.2015<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>IT-Konzerne<\/strong><\/p>\n<p>Jahrzehntelang hat der Staat f\u00fcr die IT-Konzerne als Forschungsabteilung gewirkt, besonders hervorgetan hat sich das MIT, das Massachusetts Institute of Technology. Entstandene Monopole werden staatlicherseits abgesichert durch das Patentrecht. Aus staatlichen Geschenken hat sich propriet\u00e4re Software gebildet.<\/p>\n<blockquote><p>In einem iPhone steckt, wie die \u00d6konomin Mariana Mazzucato feststellt, nicht eine einzige Technologie, die nicht staatlich finanziert wurde.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p>Mariana Mazzucato, Das Kapital des Staates, M\u00fcnchen 2014<\/p>\n<p>siehe auch unseren Beitrag: <a href=\"http:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=1190\">Mehr Staat! Der untersch\u00e4tzte Innovationsmotor<\/a>!<\/p>\n<p><strong>Pharmaindustrie<\/strong><\/p>\n<p>Milliardenschwer wird die Pharmaindustrie subventioniert, unter anderem durch das IMI der EU, das &#8220;Innovative Medicines Initiative&#8221;, das 2,5 Mrd Euro in die Pharmaindustrie investiert hat.<\/p>\n<blockquote><p>In den USA werden zwei Drittel der Pharmaforschung aus staatlichen Subventionen bestritten, die sich auf ca 30 Milliarden Dollar j\u00e4hrlich belaufen; die Gewinne aus den meist \u00fcberteuerten Medikamenten dagegen sind vollst\u00e4ndig privatisiert.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quellen (u.a.):<\/p>\n<p>Maxie Eckert et al: B\u00fcrger zahlen, Konzerne profitieren, in Spiegel Online, 9.3.2015<\/p>\n<p><strong>Deutsche Gro\u00dfunternehmen<\/strong><\/p>\n<p>Die Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung umfasst ein Forschungsprogramm im Umfang von 27 Mrd Euro und unterst\u00fctzt \u00fcberwiegend die Gro\u00dfunternehmen. Beteiligt am Programm sind die Firmen Daimler, BMW, BASF, Siemens, E.ON, Boehringer Ingelheim und Dr. Oetker.<\/p>\n<blockquote><p>Die Forschungsf\u00f6rderung f\u00fcr eine sozial-\u00f6kologische Transformation betr\u00e4gt dagegen ein Tausendstel der High-Tech-Strategie, n\u00e4mlich 30 Millionen Euro.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle:<\/p>\n<p>Steffi Ober: Partizipation in der Wissenschaft: Zum Verh\u00e4ltnis von Forschungspolitik und Zivilgesellschaft am Beispiel der Hightechstrategie, M\u00fcnchen 2014<\/p>\n<p><strong>Chemieindustrie<\/strong><\/p>\n<p>Allein durch die Ausnahme von der Erneuerbaren-Energien-Umlage wird die Chemieindustrie mit 1,6 Mrd Euro subventioniert.<\/p>\n<p>Quelle:<\/p>\n<p>Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen<\/p>\n<p><strong>Atomindustrie<\/strong><\/p>\n<p>Eine <a title=\"\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/energiewende\/atomkraft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Greenpeace-Studie<\/a> sagt, allein in Deutschland sind in den 1950er Jahren 200 Mrd Euro in die Atomforschung geflossen. Die Kosten f\u00fcr den R\u00fcckbau der Atommeiler und die Endlagerung der atomaren Brennstoffe sind darin nicht enthalten.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcstung<\/strong><\/p>\n<p>Die Summe der staatlichen Verteidigungsetats betr\u00e4gt weltweit ca 1,5 Billionen Dollar.<\/p>\n<blockquote><p>Mit einem Bruchteil dieses Geldes lie\u00dfe sich sowohl der Hunger auf der Welt, der 800 Millionen Menschen betrifft, beseitigen, als auch die Energieversorgung vollst\u00e4ndig auf erneuerbare Alternativen umstellen.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Landwirtschaft<\/strong><\/p>\n<p>Die industrielle Landwirtschaft erh\u00e4lt j\u00e4hrlich mindestens 50 Mrd Euro an Agrarsubventionen. Die Landwirtschaft verantwortet weltweit etwa ein Drittel der Treibhausgasemissionen, verbraucht 80 bis 90% des S\u00fc\u00dfwassers und zerst\u00f6rt durch \u00dcberproduktion und Exporte die Landwirtschaft vor allem in westafrikanischen L\u00e4ndern.<\/p>\n<blockquote><p>Agrarsubventionen flie\u00dfen sogar an branchenferne Konzerne wie BASF, Bayer, RWE und &#8211; man kann es kaum glauben &#8211; an den Panzerhersteller Rheinmetall.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: S\u00fcddeutsche Zeitung, 26.4.2014<\/p>\n<p><strong>Steueroasen<\/strong><\/p>\n<p>Alle gro\u00dfen Konzerne profitieren von Steueroasen und Steuerschlupfl\u00f6chern. Die daraus resultierenden staatlichen Einnahmeverluste werden auf 1000 Mrd Euro gesch\u00e4tzt, damit lie\u00dfen sich mittelfristig alle Staatsschulden in der EU begleichen. Oft sind es Regierungen, die Steuervermeidung organisieren, wie Luxemburg, Monaco, Gro\u00dfbritannien oder Delaware in den USA. Die Zentralbanken k\u00f6nnten sehr einfach allen Kreditinstitutionen, die mit Steueroasen Gesch\u00e4fte machen, die Konten k\u00fcndigen und die Steuervermeidung beenden.<\/p>\n<blockquote><p>Die Bundesregierung unterst\u00fctzt die Steuerflucht au\u00dferdem mit einem Trick, indem sie die Aufsicht dar\u00fcber ausgerechnet an die Wirtschaftspr\u00fcfungskonzerne KPMG und PriceWaterhouseCoopers outgesourct hat, die selbst Steuervermeidung im gro\u00dfen Stil organisiert haben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p>Sven Giegold (MdEP f\u00fcr die Gr\u00fcnen) im <a title=\"\" href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/de\/node\/\/2797\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Interview mit Kontext TV<\/a>, 19.7.2016<\/p>\n<p><strong>Investitionsschutzabkommen<\/strong><\/p>\n<p>Diese Abkommen werden f\u00e4lschlicherweise Freihandelsabkommen genannt. Konzerne k\u00f6nnen Staaten auf Schadensersatz verklagen, wenn ihnen fiktive Gewinne entgehen durch staatliche Gesetzgebung in der Sozialpolitik oder in der Umweltpolitik. Deutschland hat immerhin schon 130 solcher Vertr\u00e4ge abgeschlossen.<\/p>\n<blockquote><p>Der Sinn dieser Vertr\u00e4ge besteht darin, Investitionsrisiken auf Steuerzahler abzuw\u00e4lzen, Gesetzgeber vor unliebsamen Regulierungen abzuschrecken und eine neue Art von Geldfl\u00fcssen aus Staatskassen an Unternehmen zu organisieren.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Entwicklungszusammenarbeit<\/strong><\/p>\n<p>Gro\u00dfe Teile der 130 Mrd Dollar, die die Staaten f\u00fcr Entwicklungszusammenarbeit ausgeben, flie\u00dfen \u00fcber Entwicklungsgesellschaften in die Kassen gro\u00dfer Konzerne. Abgewickelt wird oft \u00fcber \u00d6ffentlich-Private Partnerschaften (\u00d6PP\/PPP), indem Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden.<\/p>\n<blockquote><p>Deutsche Entwicklungshilfe wird zum Beispiel genutzt, um Gentechnik-Konzerne wie Monsanto und Bayer zu f\u00f6rdern, den Verkauf von Dr.-Oetker-Pizzen in Ostafrika zu subventionieren, Steuerflucht zu unterst\u00fctzen und Kleinbauern von ihrem Land zu vertreiben, um dort Palm\u00f6lplantagen aufzubauen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: Dokumentarfilm &#8220;Konzerne als Retter? Das Gesch\u00e4ft mit der Entwicklungshilfe&#8221; von Caroline Nokel und Valentin Thurn, Deutschland 2017<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentlich-Private Partnerschaften<\/strong><\/p>\n<p>Die Berliner Wasserbetriebe sind in den 1990er Jahren teilprivatisiert worden. Dabei sind Konzernen Profite in H\u00f6he der durchschnittlichen markt\u00fcblichen Renditen plus zwei Prozent zugesichert worden. Geplant ist die Bundesfernstra\u00dfengesellschaft. Mit ihr sollen deutsche Autobahnen in H\u00f6he von 200 Mrd Euro \u00fcber private Kapitalverwertung gebaut werden.<\/p>\n<blockquote><p>Mit \u00d6PP&#8217;s und &#8220;stillen Einlagen&#8221; sollen Finanzkonzernen wie Allianz und Deutscher Bank, die verzweifelt nach lukrativen Anlagen suchen, risikolose, staatlich abgesicherte hohe Renditen verschafft werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p>Berliner Zeitung, 27.3.2017, <a title=\"\" href=\"http:\/\/www.gemeingut.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.gemeingut.org<\/a>, <a title=\"\" href=\"http:\/\/www.keine-autobahn-privatisierung.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.keine-autobahn-privatisierung.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Rentensystem<\/strong><\/p>\n<p>Die &#8220;Riester-Rente&#8221; ist eine Teilprivatisierung des deutschen Rentensystems.<\/p>\n<blockquote><p>Der ehemalige deutsche Arbeitsminister Norbert Bl\u00fcm hat errechnet, dass die 13 Milliarden Euro Staatszusch\u00fcsse vor allem in die Kassen privater Versicherungskonzerne wie die Allianz flossen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Ergebnis sind gewaltige Rentenk\u00fcrzungen. Bei gleicher Lebensarbeitszeit und gleichem Einkommen ist die Rente um 30% niedriger als die in \u00d6sterreich, wo man am Umlagesystem festgehalten hat.<\/p>\n<p>Quelle: <a title=\"\" href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/63056_63185.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.boeckler.de\/63056_63185.htm<\/a><\/p>\n<p>Fabian Scheidler stellt am Ende dieser Aufstellung fest: Subventioniert werden haupts\u00e4chlich Branchen, die f\u00fcr den Klimawandel verantwortlich sind und die sie finanzierenden Banken. Arbeitspl\u00e4tze k\u00f6nnten vielmehr gesichert werden, wenn die Staaten mehr investierten in den Gesundheitsbereich, in den \u00f6ffentlichen Verkehr, in die Bildung oder in die \u00f6kologische Landwirtschaft. Der erforderliche sozial-\u00f6kologische Wandel wird durch die Subventionierung der Konzerne verhindert.<\/p>\n<p class=\"wpf_wrapper\"><a class=\"print_link\" href=\"\" target=\"_blank\">Drucken<\/a><\/p><!-- .wpf_wrapper --><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_3949 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_3949')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_3949').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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