{"id":1930,"date":"2015-04-24T11:58:29","date_gmt":"2015-04-24T10:58:29","guid":{"rendered":"http:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=1930"},"modified":"2015-04-24T11:58:29","modified_gmt":"2015-04-24T10:58:29","slug":"das-ende-des-kapitalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=1930","title":{"rendered":"Das Ende des Kapitalismus"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/farm9.staticflickr.com\/8589\/15595972190_7594aa56c4_c.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm9.staticflickr.com\/8589\/15595972190_7594aa56c4_c.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"240\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Foto: Tim Reckmann (FotoDB.de)<\/p><\/div>\n<p>Der Kapitalismus werde von sich aus, also von innen kollabieren, so sagt es Wolfgang Streeck voraus, auch wenn wir nicht wissen, was danach kommt.<\/p>\n<blockquote><p>Es bedarf weder der utopischen Vision einer alternativen Zukunft noch \u00fcbermenschlicher Voraussicht, um auf den Gedanken zu kommen, dass der Kapitalismus seiner \u201aG\u00f6tterd\u00e4mmerung\u2018 entgegensieht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wolfgang Streeck, deutscher Soziologe und emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Gesellschaftsforschung in K\u00f6ln, schildert in einem zweiteiligen Artikel in der Monatszeitschrift \u201e<a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/\" target=\"_blank\">Bl\u00e4tter f\u00fcr deutsche und internationale Politik<\/a>\u201c, wie er sich \u201eDas Ende des Kapitalismus\u201c vorstellt.<!--more--><br \/>\nDas Ende des Kapitalismus ist deswegen angezeigt, weil es eindeutige Krisensymptome gibt:<\/p>\n<ul>\n<li>der starke R\u00fcckgang des wirtschaftlichen Wachstums<\/li>\n<li>der lang anhaltende Anstieg der Verschuldung auf allen Ebenen der Volkswirtschaften, also der Staaten, der privaten Haushalte und der Unternehmen<\/li>\n<li>jahrzehntelang steigende und ungebremste Zunahme der Ungleichheit von Einkommen und Verm\u00f6gen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Krisen beschreiben einen Langzeittrend und es deutet viel darauf hin, so Streeck, dass sie sich gegenseitig verst\u00e4rken.<\/p>\n<blockquote><p>Ungleichheit behindert m\u00f6gliche Produktivit\u00e4tsfortschritte, w\u00e4hrend sie zugleich die Nachfrage schw\u00e4cht. Schwaches Wachstum wiederum verst\u00e4rkt die Ungleichheit, indem es die Verteilungskonflikte versch\u00e4rft und Zugest\u00e4ndnisse an die Armen in den Augen der Reichen verteuert.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die derzeitigen Ma\u00dfnahmen, n\u00e4mlich Geld ohne Grenzen in den wirtschaftlichen Kreislauf zu pumpen, erm\u00f6glichen es den Regierungen, Defizite zu finanzieren. Sie geben lieber Geld aus anstatt entsprechende Steuern zu erheben. Da eine wirkliche wirtschaftliche Belebung aber dadurch nicht erreicht wird, erh\u00f6ht die Politik die Dosis der \u201eneoliberalen Reformen\u201c &#8211; also Sozialabbau und Privatisierungen &#8211; mit der Behauptung, die gesteigerte Flexibilit\u00e4t sei der \u201eSchl\u00fcssel zum Erfolg\u201c.<br \/>\nDass der Kapitalismus und die Demokratie sich nicht mehr vertragen, spiegelt sich wider in der schwachen Wahlbeteiligung, in der \u201eVolatilit\u00e4t des Abstimmungsverhaltens\u201c und in den erstarkten rechtspopulistischen Bewegungen. Den Staaten wird die F\u00e4higkeit abgesprochen, ins Marktgeschehen einzugreifen und die Ergebnisse des Marktes im Sinne der B\u00fcrger zu korrigieren. Bezeichnend war hier sicherlich das Wort der Bundeskanzlerin von der \u201emarktkonformen Demokratie\u201c.<br \/>\nDie Krise der Staatsfinanzen, f\u00fchrt Streeck aus, ist eben nicht auf den Anteil der Sozialausgaben am Haushalt zur\u00fcckzuf\u00fchren, denn zeitgleich haben sich die Ungleichheiten verst\u00e4rkt, K\u00fcrzungen der Sozialleistungen sind erfolgt und Steuererleichterungen f\u00fcr gro\u00dfe Verm\u00f6gen und Einkommen sind gew\u00e4hrt worden.<br \/>\nStaatsschulden werden bedient aus Steuereinnahmen, die zum gro\u00dfen Teil aus Einkommen und Konsum generiert werden, w\u00e4hrend der Besitz der Schuldtitel Einkommen sichert, vererbt wird und die Ungleichheit erh\u00f6ht.<\/p>\n<blockquote><p>In Wirklichkeit hing die Verschlechterung der \u00f6ffentlichen Finanzen mit dem Niedergang des Steueraufkommens und dem zunehmend degressiven Charakter der Steuersysteme zusammen, beides Ergebnis von &#8216;Reformen&#8217; bei der Besteuerung der Spitzeneinkommen und Unternehmen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zudem, die Staatsverschuldung l\u00e4sst sich gut nutzen, um zu begr\u00fcnden, warum staatliche Ausgaben gek\u00fcrzt und \u00f6ffentliche Dienstleistungen privatisiert werden m\u00fcssen. Sowohl Lohnfindung als auch Haushaltspolitik werden der demokratischen Willensbildung entzogen und durch \u00fcbernationale Institutionen, wie Europ\u00e4ische Zentralbank und Europ\u00e4ische Kommission gesteuert. Dies bedeutet Entdemokratisierung, nicht Entpolitisierung. Die Eliten sagen wiederum, der Marktkapitalismus werde damit besser funktionieren, weil demokratische Einflussnahme zur\u00fcckgedr\u00e4ngt worden sei.<br \/>\nWarum nun geht der Kapitalismus zu Ende? Streeck sagt, dass die Institutionen, die den Kapitalismus stabilisiert und ihm Grenzen gesetzt haben, von ihm mittlerweile zerst\u00f6rt worden sind. Die gesellschaftlichen Kontrollen, die Kapitalakkumulation zu begrenzen, funktionieren nicht mehr. Der Kapitalismus besiegt sich also selber, weil er zu erfolgreich ist.<\/p>\n<blockquote><p>Entscheidend ist \u2026, dass nirgendwo eine Kraft zu sehen ist, von der eine Umkehr der drei Abw\u00e4rtstrends \u2013 beim Wirtschaftswachstum, der sozialen Gleichheit und der finanziellen Stabilit\u00e4t \u2013 und die Beendigung ihrer wechselseitigen Verst\u00e4rkung zu erwarten w\u00e4re.<\/p><\/blockquote>\n<p>Erst sehr sp\u00e4t, gegen Ende des ersten Teilbeitrags definiert Streeck, was er unter Kapitalismus versteht. Er ist eine moderne Gesellschaft, was immer das auch sein mag, die private Kapitalvermehrung gew\u00e4hrleistet und auf individueller, rationaler und kompetitiver Profitmaximierung basiert.<br \/>\nWas spricht andererseits gegen den baldigen Tod des Kapitalismus? An die steigende Ungleichheit k\u00f6nnten die Menschen sich gew\u00f6hnen, \u201ebesonders bei kombinierter Nachhilfe durch \u00f6ffentliche Unterhaltung und politische Repression.\u201c Und auch Regierungen, die Sozialabbau zu verantworten hatten, sind wiedergew\u00e4hlt worden. Die Umweltzerst\u00f6rung schreitet voran, aber gemessen an der Dauer eines menschlichen Lebens, doch eher langsam. Technologische Entwicklungen, Streeck bezeichnet das Fracking als solche, werden helfen, den Kollaps hinauszuschieben.<br \/>\nDas Resum\u00e9 des ersten Beitrags lautet also: Der Kapitalismus kann nur solange \u00fcberleben, wie er nicht v\u00f6llig kapitalistisch ist.<\/p>\n<blockquote><p>So gesehen k\u00f6nnte der Sieg des Kapitalismus \u00fcber seine Widersacher sich als Pyrrhussieg erweisen, weil er ihn von ebenjenen Gegenkr\u00e4ften befreite, die ihm zwar gelegentlich unbequem, tats\u00e4chlich seiner Fortexistenz stets dienlich gewesen sind.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zu Beginn des zweiten Teils des Artikels geht Streeck nochmal ein auf die Krisenzonen des Kapitalismus.<br \/>\nEs war die extreme \u201eKommodifizierung des Geldes\u201c, also die Kommerzialisierung des Geldes, was zur reinen Ware geworden ist, die die Weltwirtschaft 2008 in die Krise gest\u00fcrzt hat. In der Immobilienkrise in den USA waren L\u00f6hne durch Schulden ersetzt worden. Es war der \u201e\u00dcbergang vom alten Geld\u2192Ware\u2192Geld*-Regime zur neuen Zauberformel Geld\u2192Geld*\u201c, der enorme Risiken und die wachsende Ungleichheit hervorgerufen hat.<br \/>\nWas die Natur angeht, so ger\u00e4t sie immer mehr in das Spannungsverh\u00e4ltnis \u201ezwischen dem kapitalistischen Prinzip unbegrenzter Expansion und der Begrenztheit der nat\u00fcrlichen Ressourcen.\u201c Streeck vermisst die \u201eAkteure und Institutionen, die in einer Welt kompetitiver Produktion und Konsumption das kollektive Gut einer lebenserm\u00f6glichenden Umwelt sichern k\u00f6nnen.\u201c<br \/>\nEduardo Galeano, am 13.4.15 verstorbener uruguayischer Journalist und Schriftsteller (sein ber\u00fchmtes Werk \u201eDie offenen Adern Lateinamerikas\u201c) sagte: \u201eWenn die Natur eine Bank w\u00e4re, dann w\u00e4re sie schon gerettet worden\u201c. (SZ vom 15.4.15, S.14) Und \u00fcbrigens, der erste Satz dieses Buches, erschienen 1970 in Montevideo, lautet: \u201eDie internationale Arbeitsteilung besteht darin, dass einige L\u00e4nder sich im Gewinnen und andere im Verlieren spezialisieren.\u201c<\/p>\n<p>Auf dem Arbeitsmarkt macht Streeck folgende Entwicklungen fest:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Arbeitszeitverk\u00fcrzung, m\u00f6glich aufgrund der Produktivit\u00e4tssteigerungen, ist nicht gekommen. Die prek\u00e4re Besch\u00e4ftigung nimmt zu.<\/li>\n<li>Die Arbeitszeiten der Familien steigt st\u00e4ndig und die Arbeit dringt immer tiefer in das Familienleben ein.<\/li>\n<li>Die L\u00f6hne sind hinter den Produktivit\u00e4tssteigerungen zur\u00fcckgeblieben.<\/li>\n<li>Wo es historisch starke Arbeitsschutzregelungen gibt, nimmt die Arbeitslosigkeit zu, w\u00e4hrend die Arbeitsbedingungen an der Peripherie skandal\u00f6s sind.<\/li>\n<li>Die globale Mobilit\u00e4t des Faktors Arbeit erm\u00f6glicht es, \u201ean ihren Standorten widersetzliche Besch\u00e4ftigte durch zugewanderte zu ersetzen.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>Damit kommt Streeck endlich zu den Faktoren, die er identifiziert als die \u201ef\u00fcnf systematischen St\u00f6rungen\u201c, die zeigen, dass \u201eder kapitalistische Fortschritt traditionelle, ihn einhegende institutionelle und politische Schranken wegger\u00e4umt hat.\u201c<\/p>\n<p>1. Stagnation<br \/>\nSelbst Lawrence Larry Summers, der das Finanzwesen unter Clinton dereguliert hatte und Obamas erste Wahl als Notenbankpr\u00e4sident gewesen war, bezweifelt mittlerweile, dass die niedrigen Zinss\u00e4tze wirkliches Wachstum erzeugen k\u00f6nnten. Als Gr\u00fcnde werden wiederum die Ungleichheit und die hohen Verbraucher- und Staatsschulden gesehen. Die Ungleichheit also als Ursache und Ergebnis der kapitalistischen Wirtschaftsweise.<\/p>\n<blockquote><p>Wie Keynes gewusst h\u00e4tte, vermindert Einkommenskonzentration an der Spitze die effektive Nachfrage und veranlasst Kapitaleigner, nach spekulativen Profitchancen jenseits der &#8216;Realwirtschaft&#8217; Ausschau zu halten.<\/p><\/blockquote>\n<p>2. Oligarchische Umverteilung<br \/>\nDie Citibank hatte in den Jahren 2005 und 2006 ihren reichsten Kunden versichert, die Entwicklung ihrer Verm\u00f6gen abzukoppeln von der generellen Einkommensentwicklung. Damit ist diese Elite nicht mehr abh\u00e4ngig vom allgemeinen Wohlstand, sie hat sich l\u00e4ngst abgesetzt, wie der Exodus der Superreichen aus Griechenland und aus Russland zeigt. Der globalisierte Kapitalmarkt macht es m\u00f6glich.<\/p>\n<p>3. Pl\u00fcnderung der \u00f6ffentlichen Sph\u00e4re<br \/>\nStreeck nennt es den \u201e\u00dcbergang vom Steuerstaat zum Schuldenstaat und dann zum Konsolidierungs- oder Austerit\u00e4tsstaat\u201c. Der \u00f6ffentliche Sektor schrumpft in den entwickelten kapitalistischen Volkswirtschaften zugunsten des international mobilen Kapitals, zum Beispiel der Konzerne, die die L\u00e4nder gegeneinander ausspielen und ihre Steuervermeidung maximieren. Hier \u00fcbersehen die Verfechter des Kapitalismus, dass es \u00f6ffentlicher Investitionen bedarf, um Produktivit\u00e4tssteigerungen, also reales Wachstum zu generieren.<br \/>\nWir hatten in einem <a title=\"Mehr Staat! Der untersch\u00e4tzte Innovationsmotor!\" href=\"http:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=1190\">eigenen Beitrag <\/a>dargelegt, dass die gro\u00dfen Firmen alle profitieren von den Investitionen, die von den Staaten get\u00e4tigt worden sind: Die IT-Firmen z.B. sind nicht in den Garagen entstanden, sondern haben aufgebaut auf der staatlichen Infrastruktur in GPS, in das Internet oder in die staatlich subventionierte Chipindustrie.<br \/>\nDie geplanten Vorhaben der Bundesregierung, die Finanzindustrie als Investoren in die \u00f6ffentliche Infrastruktur zu gewinnen, unterstreicht, dass die Privatisierung der G\u00fcter, die der allgemeinen Daseinsvorsoge dienen, weiter voranschreitet.<\/p>\n<p>4. Korruption<br \/>\nEhemalige und k\u00fcnftige Besch\u00e4ftigte von Finanzfirmen sind in der Regierung der Vereinigten Staaten t\u00e4tig. Rating-Agenturen sind bezahlt worden f\u00fcr hohe Bewertungen von Wertpapieren und Derivaten. Offshore-Schattenbanking, Geldw\u00e4sche und Beihilfe zur Steuerflucht st\u00fctzen den Kapitalismus.<br \/>\nStreeck erweitert das bekannte Motto \u201eto big to fail\u201c zu einem \u201eto big to jail\u201c. Er steigert sich:<\/p>\n<blockquote><p>Kapitalismus ist mehr denn je gleichbedeutend mit Korruption geworden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das erinnert an den Spruch des franz\u00f6sischen Philosophen Honor\u00e9 de Balzac:<\/p>\n<blockquote><p>Hinter jedem gro\u00dfen Verm\u00f6gen steht ein Verbrechen.<\/p><\/blockquote>\n<p>5. Globale Anarchie<br \/>\nDer Kapitalismus ben\u00f6tigt f\u00fcr den internationalen Handel und die globalen Kapitalstr\u00f6me stabile Austauschverh\u00e4ltnisse zwischen den W\u00e4hrungen. Ein Weltbankier w\u00e4re erforderlich. Regime, die ihre Rohstoffe zur Ausbeutung anbieten und ihre Regionen der kapitalistischen Landnahme zur Verf\u00fcgung stellen, m\u00fcssen gest\u00fctzt werden. Gelingt dies nicht, dann drohen Unruhen. Aber eine \u00fcbergreifende Weltordnung gibt es nicht. Der Dollar wird nicht mehr generell als Leitw\u00e4hrung anerkannt. Die USA wollen sich allerdings weiterhin \u00fcberwiegend in ihrer eigenen W\u00e4hrung verschulden.<br \/>\nEine globale Ordnung wird nicht dadurch hergestellt werden k\u00f6nnen, dass Drohnen weltweit T\u00f6tungen vornehmen, dass ein weltweites System geheimer Gefangenenlager existiert oder dass eine allgegenw\u00e4rtige \u00dcberwachung der Kommunikation mit BigData durchgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Streeck zum Schluss:<\/p>\n<blockquote><p>An den drei Fronten der Kommodifizierung \u2013 Arbeitskraft, Natur und Geld \u2013 sind regulative Institutionen, die den Fortschritt des Kapitalismus zu seinem eigenen Besten gez\u00fcgelt haben, kollabiert, und nach den Endsieg des Kapitalismus \u00fcber seine Feinde ist keine politische Kraft in Sicht, die sie wiederherstellen k\u00f6nnte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Ansatzpunkte f\u00fcr eine B\u00e4ndigung des Kapitalismus sind also genannt. Dieses w\u00fcrde aber, so Streeck, den Kapitalismus retten. Wollen wir das? Wenn wir den Begriff \u201eKapitalismus\u201c ersetzen k\u00f6nnten, inhaltlich gesehen, durch \u201eSoziale Marktwirtschaft\u201c h\u00e4tten wir die Chance, eine neue Definition vorzunehmen: Wie m\u00fcssen der Arbeitsmarkt gestaltet, die Natur bewahrt und der Geldkreislauf seinem eigentlichen Sinn zugef\u00fchrt werden, damit soziale und \u00f6kologische Werte wiederhergestellt werden? Die politischen Akteure, die dieses Gro\u00dfprojekt in Angriff nehmen k\u00f6nnten, die suchen wir heute allerdings vergebens.<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/maerz\/wie-wird-der-kapitalismus-enden\" target=\"_blank\">Teil 1 des Beitrags<\/a> von Wolfgang Streek ist in der M\u00e4rzausgabe der \u201eBl\u00e4tter f\u00fcr deutsche und internationale Politik\u201c erschienen und auf der Webseite auch einzeln zu erwerben, <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/april\/wie-wird-der-kapitalismus-enden-teil-ii\" target=\"_blank\">Teil 2<\/a> ist in der aktuellen Aprilausgabe erschienen und ebenfalls k\u00e4uflich zu erwerben.<br \/>\nUrspr\u00fcnglich ist der Artikel auf Englisch ver\u00f6ffentlicht worden:\u00a0How Will Capitalism End? In: New Left Review 87, May\/June 2014, 35-64. Er steht als <a title=\"How Will Capitalism End?\" href=\"http:\/\/www.mpifg.de\/people\/ws\/downloads\/Streeck_How%20will%20capitalism%20end.pdf\" target=\"_blank\">kostenloser Download<\/a> auf der pers\u00f6nlichen Seite von Wolfgang Streeck beim Max-Planck-Instituts f\u00fcr Gesellschaftsforschung zur Verf\u00fcgung.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><small>Bildquelle: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/foto_db\/\" target=\"_blank\">FotoDB.de<\/a> \/ <a title=\"Creative Commons \u2014 Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Generic \u2014 CC BY-NC-SA 2.0\" href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-sa\/2.0\/\" target=\"_blank\">CC BY-NC-SA 2.0<\/a><br \/>\n<\/small><br \/>\n<a href=\"https:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=1930&amp;wp_email_popup=1\" onclick=\"email_popup(this.href); return false;\"  title=\"Beitrag versenden\" rel=\"nofollow\">Beitrag versenden<\/a>\n<p class=\"wpf_wrapper\"><a class=\"print_link\" href=\"\" target=\"_blank\">Drucken<\/a><\/p><!-- .wpf_wrapper --><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1930 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1930')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1930').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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